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Die Baz Holding, Herausgeberin der "Basler Zeitung", übernimmt den Zehnder-Verlag und kommt so in Besitz von über 20 Gratiszeitungen. (Archivbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Ostschweizer Verleger-Familie Zehnder hat ihren Wochenzeitungsverlag an die "Basler Zeitung" (BaZ) verkauft. Durch diesen Deal kommt die BaZ, an der auch SVP-Stratege Christoph Blocher beteiligt ist, in den Besitz von 25 Gratistiteln.

Die BaZ Holding und der Zehnder-Verlag mit Sitz in Wil SG gaben den Deal am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt. Vollzogen wurde die Transaktion rückwirkend per Anfang 2017. Zum Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, heisst es im Communiqué.

In den Besitz der BaZ gelangen 25 Gratis-Wochenzeitungen mit 29 Split-Ausgaben. Die Auflage beträgt insgesamt 720'756 Exemplare. Die BaZ ihrerseits erscheint täglich in einer Auflage von 48'223 Exemplaren.

Mitarbeitende werden übernommen

Der Zehnder-Verlag ist heute mit 11 Büros in 16 Gebieten der Ost- und Zentralschweiz sowie in den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn und Zürich tätig. Die vom Deal betroffenen 189 Zehnder-Mitarbeitenden werden von der BaZ übernommen. Die Druckerei und der Zeitschriftenverlag, die ebenfalls zur Zehnder-Gruppe gehören, verbleiben bei der Familie Zehnder.

Blocher: Keine politischen Ziele

Neuer Chef der Zehnder-Gratiszeitungen wird Rolf Bollmann, der Verwaltungsratspräsident der BaZ Holding. Das bisherige Zehnder-System habe sich bewährt und er werde daran nichts ändern, hielt Bollmann fest. Weiterhin sollen in den Blättern Personen jeglicher politischer Couleur zu Wort kommen.

BaZ-Mitbesitzer Christoph Blocher versichert in einer Publikation des Zehnder-Verlags, dass er mit der Übernahme keine politischen Ziele verfolge. Die Gratiszeitungen gehörten zu einem Segment, in dem die politische Berichterstattung nur einen kleinen Stellenwert habe. Das werde auch in Zukunft so bleiben und sei ein Teil des Erfolgs dieser Zeitungen.

Finanzielle Kennzahlen zum Zehnder-Wochenzeitungsverlag werden nicht gemacht. Trotz rückläufigem Markt sei die Umsatzentwicklung in den letzten Jahren jedoch stabil gewesen, heisst es im Communiqué.

Die BaZ Holding zeigt sich überzeugt, dass gut gemachte Zeitungen, die ihren Fokus auf das lokale Geschehen richten, trotz rasantem Medienwandel auch in Zukunft einem Bedürfnis entsprechen. Das Potenzial für Synergien zwischen der laut Blocher profitablen BaZ und den Gratiszeitungen wird als sehr klein eingestuft.

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SDA-ATS