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Zu Fuss sind Taxichauffeure am Dienstag in Basel auf die Strasse gegangen: Mit einer Demonstration in der Innenstadt setzten sich rund 80 Taxifahrerinnen und -fahrer für bessere Arbeitsbedingungen ein. Existenzsichernde Löhne waren dabei die Hauptforderung.

Anlass für die von der Gewerkschaft Unia organisierte Kundgebung bildete der Entwurf für ein neues kantonales Taxigesetz, der sich derzeit in der Vernehmlassung befindet. Im neuen Gesetz würden keine Forderungen der Taxifahrer erfüllt, wurde kritisiert.

Gemäss einer Unia-Lohnstudie verdienen Taxifahrer in Basel im Schnitt 12 bis 16 Franken pro Stunde. Davon könne man jedoch nicht leben, und eine öffentliche Dienstleistung mit Dumpinglöhnen sei nicht akzeptabel, hiess es weiter.

Neben existenzsichernden Löhnen forderten die Taxichauffeure auch eine Limitierung der Zahl der Taxis auf 350 sowie von den Behörden mehr Verständnis und Fingerspitzengefühl. Auf "Schikanenbussen" sei künftig zu verzichten. Schliesslich wurde auch eine Lösung der "unhaltbaren Zustände" für die Taxis an den Basler Bahnhöfen gefordert.

Mit Plakaten und Trillerpfeifen bewehrt zogen die Taxifahrer zunächst vom Marktplatz in den Hof des Rathauses und von dort aus zum Sitz des Spiegelhofs, dem Sitz des baselstädtischen Justiz- und Sicherheitsdepartements. Dessen Vorsteher Baschi Dürr war nicht bereit, die Vernehmlassungsantwort der Unia zum Taxigesetz persönlich entgegenzunehmen.

Die Vernehmlassungsvorlage stösst nicht nur bei der Unia auf Kritik. Während die Regierung die Zahl der Taxis auf dem aktuellen Stand von rund 450 einfrieren will, plädieren bürgerliche Parteien und auch der Gewerbeverband gegen eine Limitierung der Taxikonzessionen. Die SP verlangt dagegen ein staatliches Taximonopol mit einer begrenzten Anzahl ökologischer Fahrzeuge und besseren Arbeitsbedingungen.

SDA-ATS