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Der Bauernverband erhofft sich von der neuen Swissness-Verordnung eine bessere Positionierung ihrer Produkte am Markt. (Symbolbild)

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Aus Sicht des Bauernverbands kann die Landwirtschaft nur bestehen, wenn sie weiterhin qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert. Eine wichtige Rolle spielt dabei die neue Swissness-Verordnung. Wo Schweiz drauf stehe, müsse Schweiz drin sein, fordern die Bauern.

Das Bewusstsein für tierfreundliche, nachhaltig hergestellte und gesunde Lebensmittel wachse, sagte Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands (sbv), laut Redetext am Mittwoch vor den Medien in Oberbottigen BE. Damit steige auch die Bereitschaft der Konsumenten, noch mehr auf Schweizer Produkte zu setzen.

Grosse Hoffnungen setzt die Branche in die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Swissness-Verordnung: Wird ein Produkt als Schweizer Produkt angepriesen, müssen künftig strenge Bedingungen erfüllt sein. Das soll die Hersteller echter Schweizer Produkte vor Trittbrettfahrern schützen.

Dies stärkt laut Ritter die Glaubwürdigkeit der Marke Schweiz. Zudem könne sich die Landwirtschaft besser am Markt positionieren. Wichtig sei aber, dass nicht nur die Verarbeitung in der Schweiz erfolge, sondern auch die Rohstoffe einheimisch seien. Ohne klare Regelung drohe die Landwirtschaft zu einem austauschbaren Rohstofflieferanten zu werden, warnt Ritter.

Nicht zu grosse Preisdifferenz

Als wichtigste Unterscheidungsmerkmale gegenüber ausländischen Produkten sieht sbv-Direktor Jacques Bourgeois die artgerechte Haltung der Tiere, die kürzeren Transportwege und die Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Dafür seien die Menschen auch bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.

Beim Kaufentscheid sei einem Grossteil der Bevölkerung zwar die Qualität wichtiger als der Preis. Doch Produkte dürften nicht beliebig teurer sein, denn bei manchen stehe immer noch der Preis im Vordergrund, sagte Bourgeois.

Nähe zu Konsumenten schaffen

Luft nach oben sieht sbv-Präsident Ritter noch bei der Vermarktung der Schweizer Landwirtschaftsprodukte. Die Bauernfamilien seien aber höchst innovativ und würden in den nächsten Jahren noch mehr differenzierte Agrarprodukte anbieten, gibt sich Ritter zuversichtlich.

Als Chance wittert der St. Galler CVP-Nationalrat die jährlich steigende Zahl der Bauernmärkte in Städten. Hier könne Vertrauen zu Konsumenten geschaffen und der Mehrwert der eigenen Produkte bewusst gemacht werden.

SDA-ATS

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