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Die Unfallstelle beim Bahnhof Zürich-Oerlikon, wo am Samstag ein Baukran auf einen einfahrenden Personenzug kippte, ist in der Nacht auf Sonntag geräumt worden. Noch unklar ist, wie es zum Unfall kommen konnte.

Um den regulären Zugverkehr nicht zu stören, wurde mit der Bergung des Baukrans erst um ein Uhr in der Nacht begonnen, wie SBB-Sprecherin Lea Meyer auf Anfrage sagte. Die S-Bahnzüge S5 nach Bülach und S7 nach Bassersdorf wurden durch Busse ersetzt.

Um 5 Uhr morgens war der Schienenbaukran dann abtransportiert. Bereits am Samstagnachmittag war der beschädigte Zug weggestellt worden.

Hoher Sachschaden

Beim Bahnunfall in Oerlikon war am Samstagmorgen Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken entstanden. Kurz vor 10 Uhr kippte ein Baukran, der für die laufenden Gleisarbeiten verwendet wurde, aus bisher nicht bekannten Gründen auf die Seite und traf den gleichzeitig einfahrenden Interregio Flughafen-Zürich-Luzern.

Der Schwenkarm touchierte einen der Doppelstockwagen, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Dabei wurde der Wagen seitlich eingedrückt und Scheiben gingen zu Bruch. Die Reisenden kamen mit dem Schrecken davon. Niemand im Zug wurde verletzt.

Einzig ein Arbeiter, der neben dem Gleis beschäftigt war, erlitt kleinere Blessuren an der Hand. Er wurde zur Behandlung ins Spital gebracht. Die rund 250 Zugpassagiere mussten nach dem Crash die rund 200 Meter bis zum Bahnhof Oerlikon zu Fuss zurücklegen.

Unfallursache wird abgeklärt

Der Unfall weckte Erinnerungen an das Jahr 1994. Damals schlitzte im solothurnischen Däniken ein Ausleger drei Wagen des Schnellzuges Brig-Romanshorn auf. Bei dem Unglück starben 9 Menschen, 19 wurden verletzt. "Wir sind sehr froh, dass bei dem Unfall in Oerlikon keine Reisenden verletzt wurden", sagte SBB-Sprecherin Lea Meyer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Wie es zum Unfall kam, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingleitet. Die Abklärungen erfolgen durch die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST), das Forensische Institut Zürich und den Unfalltechnischen Dienst der Stadtpolizei Zürich. Dies werde einige Zeit in Anspruch nehmen, sagt Renè Ruf, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

Behinderungen im Fernverkehr

Der Crash mit dem Baukran führte während Stunden zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Verschiedene Fernverkehrszüge von und zum Flughafen fielen aus oder wurden umgeleitet. Die SBB setzte zwischen Winterthur und Flughafen Ersatzzüge ein. Zwischen Oerlikon und Flughafen verkehrten Ersatzbusse.

Die Bauarbeiten auf der Gleisbaustelle beim Bahnhof Oerlikon gingen wie geplant weiter. Weil in Zusammenhang mit der Durchmesserlinie am Wochenende verschiedene Weichen eingesetzt werden mussten, war die Linie von und zum Flughafen auch am Sonntag für den Fernverkehr nur beschränkt befahrbar.

Um den Ferienverkehr bewältigen zu können, setzte die SBB zusätzliche S-Bahn-Züge ein. Die Bauarbeiten dauern noch bis zum Betriebsbeginn am Montagmorgen. Danach werde die Strecke von und zum Flughafen wieder normal befahrbar sein, sagte Meyer.

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SDA-ATS