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Zum Abschluss der 8. Bundesliga-Runde empfängt Leader Bayern München heute (17.30 Uhr) das wieder erstarkte Dortmund. Das Topduell könnte der Startschuss für einen weiteren Münchner Sololauf sein.

"Wird Bayern am Sonntag Meister?" Selbstverständlich nicht. Schliesslich kann der Vorsprung des Titelverteidigers 26 Runden vor Meisterschaftsende auf maximal sieben Punkte anwachsen. Das Fachmagazin "kicker" liess sich gleichwohl zu dieser zugespitzt formulierten Frage auf seiner Titelseite hinreissen. Und dies widerspiegelt ziemlich passend die Gefühlslage in der Liga des Weltmeisters. Denn bereits nach sieben Runden droht der Bundesliga abermals ein Saisonverlauf ohne echten Titelkampf.

Das Duell der erfolgreichsten beiden deutschen Teams der vergangenen Jahre hatte seinen Schatten nicht nur auf die Europacup-Woche geworfen, sondern bereits auf die Bundesliga-Spieltage zuvor. Nach fünf Runden lagen Dortmund und Bayern mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze, und es durfte damit gerechnet werden, dass der BVB mit dem Schweizer Goalie Roman Bürki aufgrund des weiteren Programms ohne Punktverlust und als Leader nach München würde reisen können.

Tatsache ist nun aber, dass Dortmund nach einer kleinen Baisse und zwei Remis mit einer Hypothek von vier Zählern beim FC Bayern gastieren wird. Der Euphorie nach elf Pflichtspielsiegen in Folge zu Saisonbeginn ist Ernüchterung gewichen. Captain Mats Hummels verschonte das Team nach den (unnötigen) Punktverlusten bei Hoffenheim und gegen Darmstadt nicht mit heftiger Kritik, Sportchef und Trainer lamentierten über Schiedsrichterentscheidungen.

In München sorgt derweil ein ehemaliger Dortmunder auch abseits des Oktoberfests im Halbwochenrhythmus für Party-Stimmung. Nach den fünf Toren innerhalb von neun Minuten gegen Wolfsburg wurden für Robert Lewandowski in den letzten beiden Spielen fünf weitere Treffer notiert. Die verletzungsbedingten Absenzen von Franck Ribéry und Arjen Robben waren in München zuletzt nur noch eine Randnotiz, die Schlagzeilen beherrschte neben Lewandowski vor allem der brasilianische Neuzugang Douglas Costa. Dieser begeistert das anspruchsvolle bayerische Publikum mit technischer Raffinesse, horrendem Tempo und hervorragendem Auge (zehn Torvorlagen in sieben Bundesliga-Spielen).

Nachdem die Hoffnungen auf einen Zweikampf mit Bayern zuletzt etwas gedämpft worden waren, stellte Dortmunds Klubchef Hans-Joachim Watzke in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung unmissverständlich klar: "Wir sahen und sehen uns nicht als Bayern-Jäger." Über 34 Runden hinweg könne derzeit kein Klub in Deutschland - und wahrscheinlich auch keiner in Europa - der unfassbaren Qualität des FC Bayern Paroli bieten.

Von den letzten sieben Spielen in München konnte der BVB allerdings gleich deren vier für sich entscheiden. Auch Thomas Tuchel durfte sich während seiner Mainzer Zeit schon dreimal für Siege über Bayern feiern lassen. Der neue Dortmunder Coach lässt sich von Pep Guardiola inspirieren und sieht in diesem ein Vorbild. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jürgen Klopp legt der 42-Jährige mehr Wert auf Ballbesitz. Heute sind Guardiola und Tuchel Kontrahenten, bleiben aber Brüder im Geiste. Nichts verdeutlicht Letzteres besser als die Überlieferung, wie die beiden Trainer anlässlich eines Treffens im vergangenen Dezember in einer Bar in München stundenlang leidenschaftlich über Taktik diskutierten und dabei Salz- und Pfefferstreuer auf dem Tisch hin und her schoben.

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SDA-ATS