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Fussball - Bayern München steht mit einem Bein im Champions-League-Final. Nach der 4:0-Gala im Hinspiel gegen Barcelona wollen die Münchener den deutsch-deutschen Final im Wembley komplettieren.
Der erste Halbfinal vom Dienstag hat aber aufgezeigt, dass trotz eines beruhigenden Polsters noch viel passieren kann. Borussia Dortmund geriet trotz eines 4:1 im Hinspiel im Finish noch ins Zittern, obwohl Real Madrid erst in der 83. Minute das erste seiner beiden Tore erzielte.
Eine auf Sicherheit ausgelegte Taktik mit dem Halten des Resultats als oberste Maxime – niemand könnte den Bayern eine derartige Strategie für das Gastspiel vor knapp 100'000 Zuschauern im katalanischen Fussball-Tempel "Camp Nou" verdenken. Schliesslich heiligt der Zweck ja meistens viele, wenn nicht sogar alle Mittel. Die Bayern-Ausgabe 2012/2013 ist indessen viel zu offensivstark und selbstbewusst, um sich auf derartige Gedankenspiele einzulassen. "Wir sind in der Lage, auch in Barcelona Tore zu erzielen", gab Heynckes die Marschroute vor. "Wir wollen bestätigen, dass die Leistung vor einer Woche keine Eintagsfliege war." Der Trainer der Bayern kann in seiner vermutlich zweitletzten internationalen Partie personell aus dem Vollen schöpfen. Einzig Verteidiger Dante, zuletzt erkältet, ist noch fraglich. Für den zuletzt in den nationalen Partien formidabel aufspielenden Xherdan Shaqiri bleibt nur der Platz auf der Bank.
Das mutmasslich grösste Problem für Bayern auf dem Weg in den Final im Wembley-Stadion sind die vorbelasteten Spieler. Philipp Lahm, Javi Martinez, Luiz Gustavo, Dante, Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger müssten beim Kassieren einer Gelben Karte auf das europäische Fussball-Highlight des Jahres verzichten. Schweinsteiger glaubt nicht, dass er oder einer seiner Kameraden dadurch gehemmt ans Werk gehen werde: "Man verhält sich nicht grob anders. Wenn es passiert, dann passiert es."
Unterschätzen werden die Münchner ihre Widersacher nicht, dafür bürgt schon Heynckes. Unfreiwillig hat er eine solche Situation schon erlebt: 1985/86 führte er Borussia Mönchengladbach zu einem 5:1-Hinspielsieg gegen Real Madrid in der 3. Runde des UEFA-Cups, beim 0:4 im Rückspiel vergaloppierten sich die "Fohlen" aber ordentlich. In der näheren Vergangenheit siegte Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel 2009 zuhause gegen Bayern 4:0 und konnte sich dann mit einem 1:1 im Rückspiel zufrieden geben. Die Tore für Barcelona erzielten damals Lionel Messi (2), Samuel Eto'o und Thierry Henry.
Obwohl der argentinische Wunderstürmer immer noch die spielbestimmende Figur bei den "Blaugrana" ist, kommt der Beobachter angesichts verschiedener Auftritte in dieser Saison nicht darum herum, sehnsüchtig an jene Zeiten zurückzudenken. Im Jahr 1 nach Pep Guardiola, dem zukünftigen Bayern-Trainer, monopolisiert Barça zwar weiterhin mehrheitlich den Ballbesitz, ist aber oft leicht(er) auszurechnen und tritt ideenlos auf. Beim Gastspiel in München vor Wochenfrist war jedenfalls punkto Offensivgefahr kein Unterschied zur schwächeren Hälfte der Super-League-Klubs auszumachen, der leicht verletzte Messi war ebenso wenig ein Faktor wie Spaniens Erfolgsduo Xavi/Iniesta.

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SDA-ATS