Navigation

BAZL nimmt Flugplatz Samedan unter die Lupe

Dieser Inhalt wurde am 20. Dezember 2010 - 19:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Samedan GR - Nach dem Absturz eines Businessjets am Sonntag vor dem Flugplatz Samedan GR ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) tätig geworden. Es analysiert den Flugbetrieb auf dem höchstgelegenen Flughafen Europas. Dieser verteidigte sich am Montag gegen Kritik.
Noch vor Weihnachten will das BAZL entscheiden, ob es dem Airport Samedan neue Auflagen zur Steigerung der Sicherheit machen wird. Die Flugplatzbetreiberin sei informiert, sagte Daniel Göring, Medienverantwortlicher des Bundesamtes, am Montag zur Nachrichtenagentur SDA. Eine erste gemeinsame Sitzung werde demnächst stattfinden.
Nicht jeder Flugunfall führe automatisch zu einer Analyse des Betriebes eines Flughafens, erklärte Göring. Aussergewöhnlich sei das Vorgehen aber nicht. Es komme auf die jeweiligen Umstände eines Unglücks an.
Die Analyse durch das BAZL läuft parallel zur Untersuchung des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU), das sich ausschliesslich mit dem Absturz des Businessjets befasst.
Bei dem Absturz am Dorfrand von Bever starben die beiden Besatzungsmitglieder des Flugzeugs. Es handelt sich um deutsche Staatsbürger, der Pilot war 48, der Copilot 29 Jahre alt.
Airport: Sicht ausreichend
Die Flughafenbetreiberin des Oberengadiner Flughafens in Samedan wies Spekulationen zurück, die Sicht sei zu schlecht für Landungen gewesen. Medienberichte, die anderes behaupteten, seien falsch.
"Das Wetter war zwar nicht schön, aber es gab keinen Grund die Flugpiste zu schliessen", sagte Andrea Parolini, Mediensprecher der Engadin Airport AG, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Alle Vorschriften und Richtlinien seien eingehalten worden.
Verschiedene Medien hatten nach dem Absturz der zweistrahligen und achtplätzigen Beechcraft Premier One Aussagen von Augenzeugen und Ortskundigen verbreitet, im Tal habe dichter Nebel und starker Schneefall geherrscht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen