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Bei den Wahlen ins Berner Kantonsparlament hat die BDP am Sonntag eine saftige Ohrfeige kassiert - sie verlor 11 ihrer bisher 25 Sitze. Zu den Gewinnern gehören die SVP und die GLP.

Die GLP legte um sieben Sitze zu, die SVP um fünf. Damit haben zwei bürgerliche Parteien der BDP das Wasser abgegraben.

BDP-Parteipräsident Heinz Siegenthaler hatte am Sonntagabend "schlicht keine Anhnung", wie es zu diesem grossen Verlust gekommen ist. Es habe keine Zeichen für einen derartigen Niedergang gegeben.

Siegenthaler mutmasste, dass der Rosenkrieg mit der BDP die Partei bei den Wahlen vor vier Jahren beflügelt hatte. Es könne auch sein, dass das bürgerliche Viererpaket mit SVP, FDP und EDU für den Regierungsrat bei der BDP-Wählerschaft auf Unverständnis gestossen sei. Unverständnis deshalb, weil man sich vielleicht gefragt habe, ob die BDP nun unabhängig sei oder nicht.

Die BDP war nach ihrer Abspaltung von der SVP vor vier Jahren erstmals zu den kantonalen Wahlen angetreten und hatte damals zu den grossen Siegern gehört. Nun hat sich ihr Bestand im Grossen Rat fast halbiert.

Anders als die BDP konnten die Grünliberalen ihren Erfolgskurs fortsetzen. Die Freisinnigen, die vor vier Jahren eine historische Niederlage einfuhren, konnten sich stabilisieren.

Die SP büsste am Sonntag zwei Sitze ein, die Grünen blieben unverändert. Die EVP gewann zwei Sitze dazu, die EDU einen, der Parti socialiste autonome aus dem Berner Jura blieb ebenfalls unverändert. Nicht mehr im Berner Kantonsparlament vertreten ist die CVP.

In den kommenden vier Jahren wird die rot-grüne Kantonsregierung also mit einem nach wie vor stark bürgerlich dominierten Parlament zusammenarbeiten müssen. Die Hoffnung des rot-grünen Lagers, die ausgeprägten bürgerliche Dominanz zu schwächen, hat sich nicht erfüllt.

Das Berner Kantonsparlament setzt sich neu wie folgt zusammen: SVP 49 Sitze (+5), SP 33 Sitze (-2), FDP 17 Sitze (-), Grüne 15 Sitze (-), BDP 14 Sitze (-11), EVP 12 Sitze (+2), GLP 11 Sitze (+7), EDU 5 (-), PSA 3 Sitze (-), Diverse 1 (+1).

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SDA-ATS