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Vom Erdbeben zerstörte Moschee auf Lombok.

Keystone/EPA/ADI WEDA

(sda-ats)

Die indonesische Ferieninsel Lombok ist am Sonntag innerhalb einer Woche zum zweiten Mal von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0 und war damit noch gewaltiger als die Erschütterungen von vor einer Woche.

Mindestens 142 Menschen kamen gemäss den jüngsten Informationen ums Leben. Auch die Nachbarinsel Bali war von den Erdstössen betroffen. Dort gab es nach Angaben der zuständigen Behörden mehrere hundert Verletzte. Tausende flohen in Panik aus ihren Häusern. Am Montag gab es immer wieder kräftige Nachbeben.

Tausende Einwohner und Feriengäste flohen nach dem Erdstoss vom Sonntagabend aus ihren Häusern beziehungsweise ihren Hotels ins Freie. Angst vor Nachbeben verbrachten viele Menschen die Nacht draussen - meist ohne Licht, weil auch zahlreiche Stromleitungen gekappt waren.

"Wir sammeln uns hier im Dunkeln ohne Strom. Jeder ist draussen im Freien", sagte der Distriktchef von Nord-Lombok, Najmul Akhyar. Viele Schulen blieben am Montag geschlossen, weil nicht klar war, ob die Gebäude noch sicher sind.

Das Epizentrum des Erdstosses vom Sonntagabend lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte 18 Kilometer nordwestlich von Lombok im Meer - und damit weit entfernt von den Touristenzentren im Süden und Westen der Insel. Danach folgten auf den schweren Erdstoss zwei Nachbeben, eines davon mit einer Stärke von 5,4.

Keine Hinweise auf Schweizer Opfer

Es gibt aktuell keine Hinweise auf Schweizer Opfer, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA mitteilte.

Die Schweizer Vertretung in Jakarta steht mit den zuständigen lokalen Behörden sowie mit mehreren Dutzend Schweizer Bürgerinnen und Bürgern in der betroffenen Region in Kontakt, welche Schwierigkeiten haben, die erdbebenbetroffene Region zu verlassen.

Gemäss dem EDA vorliegenden Informationen sind aktuell Häfen sowie Flughäfen vor Ort offen. Es kommt jedoch aufgrund der hohen Nachfrage an verschiedenen Stellen zu Wartezeiten bei der Ausreise aus dem erdbebenbetroffenen Gebiet.

Schweizer Staatsangehörigen, die durch das Erdbeben blockiert sind, empfiehlt das EDA, sich mit dem Reiseveranstalter und/oder der Reiseversicherung in Kontakt zu setzen und sich zusätzlich über die Medien, das Hotel, den Reiseveranstalter oder durch Bekannte auf dem Laufenden zu halten. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist Folge leisten.

Schweizer Staatsangehörigen, die eine Reise in die betroffenen Gebiete planen, empfiehlt das EDA, sich beim Reiseveranstalter erkundigen, ob Reise wie geplant durchgeführt werden kann. Wer nicht über ein Reisebüro gebucht hat, kann sich in den internationalen und lokalen Medien ein Bild machen oder sich bei Touristenbüros oder Hotels vor Ort erkundigen.

Zwei für den Montag geplante internationale Konferenzen mit Ministern aus Nachbarländern zu den Themen regionale Sicherheit und Terrorabwehr auf Bali und Lombok wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt. Alle bereits angereisten Gäste seien sicher und unversehrt, hiess es von offizieller Seite.

TCS hilft Mitgliedern

Der Touring Club Schweiz (TCS) evakuierte 12 seiner Mitglieder von der kleinen Insel Gili vor Lombok nach Bali per Helikopter. Für weitere TCS-Mitglieder werde eine Rückreise in die Schweiz oder eine Weiterreise organisiert, teilte die Organisation mit.

Der TCS stehe mit 35 seiner Mitglieder, welche sich in der Gefahrenregion aufhalten, in Kontakt. Alle seien wohlauf. Für die Mitglieder werde eine möglichst baldige Rückreise in die Schweiz oder eine Weiterreise organisiert. Die Flughäfen Lombok und Denpansar seien offen und es herrsche Normalbetrieb.

Zweites Unglück binnen kurzer Zeit

Erst vor einer Woche hatte auf Lombok die Erde gebebt. Die Erschütterungen hatten eine Stärke von 6,4. Mehr als ein dutzend Personen waren bei dem Erdbeben ums Leben gekommen und Tausende Häuser waren beschädigt worden.

In Indonesien kommt es häufig zu Erdbeben, weil der Staat am sogenannten Pazifischen Feuerring liegt. Dort gibt es besonders viele Vulkane. Auch starke Erdbeben treten häufig auf und lösen zum Teil Tsunamis aus.

Nach dem jüngsten Beben war zunächst eine Tsunami-Warnung ausgelöst worden; diese wurde aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

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SDA-ATS