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Beide Verletzten nach Helikopterabsturz ausser Lebensgefahr

Einen Tag nach dem Helikoptersabsturz in Bart (F) mit fünf Toten befinden sich die beiden schwer verletzten Schweizer nicht mehr in Lebensgefahr. Sie werden in den Universitätsspitälern in Besançon (F) und Basel behandelt.

Der am Donnerstag um 8.49 Uhr in Lausanne gestartete Helikopter stürzte um 9.30 Uhr in der französischen Grenzregion Doubs ab. Er fiel nur wenige Meter neben ein Einfamilienhaus in Bart (F), in dem gerade eine Familie das Frühstück zu sich nahm.

Der Absturzort liegt nur wenige hundert Meter neben dem Flugplatz von Montbéliard (F), wo der Helikopter hätte landen sollen. Neben dem Piloten waren sechs Passagiere des Waadtländer Baumeisterverbands an Bord.

Sie wollten auf Einladung eines Wirtschaftsverbandes aus der Region Doubs die Peugeot-Werke in Sochaux besuchen. Beim Unfall verloren drei Mitglieder des Vorstands des Baumeisterverbands, eine Assistentin und der Pilot der Maschine das Leben.

Der Direktor des Baumeisterverbands und ein Vorstandsmitglied wurden schwer verletzt und schwebten zunächst in Lebensgefahr. Der nach Basel gebrachte Verletzte befinde sich ausser Lebensgefahr, sagte am Freitag Frédéric Burnand, Mediensprecher des Baumeisterverbands, auf Anfrage.

Psychologische Unterstützung

Auch der in Besançon behandelte Patient sei ausser Lebensgefahr, wie die Präfektur des französischen Départements Doubs bestätigte. Beim Verband waren am Freitag viele Mitarbeitende "schockiert", wie Burnand sagte.

Für die Angestellten wurde psychologische Unterstützung aufgeboten. Am Verbandssitz in Tolochenaz VD wurde zudem ein Kondolenzbuch aufgelegt. Bis am Nachmittag trugen sich bereits mehrere Personen ein.

Auch das Unternehmen Heli-Lausanne, das den Eurocopter EC 130 an die Gruppe vermietet hatte, zeigte sich tief betroffen. Der Flugbetrieb wurde wieder aufgenommen, allerdings mit gemischten Gefühlen.

"Wir müssen weiterfliegen", wie der Chef von Heli-Lausanne, Patrick de Preux, der Nachrichtenagentur sda sagte. Man habe Aufträge zu erfüllen und Kurse zu geben. Der Unfall von Bart (F) sei das Schlimmste, was einer Helikopter-Firma passieren könne, sagte de Preux.

Er zeigte sich bereit, Fragen der Ermittler zu beantworten und Dokumente zum Helikopter zu liefern. "Diese Maschinen werden sehr gut unterhalten", betonte er.

Unfallstelle gesichert

Die Unfallursache ist nach wie vor unbekannt. Die Untersuchung sei in Gang, hiess es bei der Präfektur des Départements Doubs. die Unfallstelle sei gesichert worden. Bei den Ermittlungen sind die französischen Behörden federführend.

Die Schweiz wird als Partnerbehörde miteinbezogen. Man stehe bereits telefonisch in Kontakt mit der französischen BEA (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses pour la sécurité de l'Aviation civile), sagte Michael Flückiger, Leiter der Aviatik bei der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST), der Nachrichtenagentur sda.

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