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Im Emmental ist erstmals ein Wolf unterwegs. Er hat bei Schangnau eine Rothirschkuh gerissen, wie eine DNA-Analyse ergab. Die Schafhirte und die Behörden der Umgebung wurden über den Fall informiert, ansonsten sind keine Sofortmassnahmen vorgesehen.

Der bernische Jagdinspektor Peter Juesy bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der "Berner Zeitung". Nach seinen Angaben wurde die gerissene Hirschkuh am 27. März im Gebiet Schangnau-Schwand-Chemmeriboden entdeckt.

Noch ist nicht sicher, welcher Wolf das Emmental besucht hat. Juesy vermutet, dass es sich um den "Luzerner Wolf" M20 handelt. Dieser ist 2008 aus Norditalien zugewandert und hält sich seit rund drei Jahren vorab in den Kantonen Luzern und Obwalden auf.

Juesy sieht vorläufig keine Notwendigkeit, dem Tier zu Leibe zu rücken. Die Stossrichtung des Bundes sei schliesslich klar: "Erst wenn sich der Wolf flächendeckend ausgebreitet hat, wenn sich Rudel bilden und wenn die Wölfe Junge grossziehen, erst dann sollen bei grossen Schäden an Nutztieren Wölfe abgeschossen werden."

Der Jagdinspektor wies weiter darauf hin, dass im Emmental das Konfliktpotenzial mit Schafen geringer sei als etwa im Berner Oberland. So gebe es im Emmental ja keine grossen Sömmerungsalpen. Im Oberland werden die Schafherden häufig mit Herdenschutzhunden geschützt.

Wolf in der Nähe von Genf fotografiert

Auch in Frankreich auf dem Mont Salève, ganz in der Nähe der Grenze zum Kanton Genf, ist ein Wolf entdeckt worden. Das Tier war von Kameras von Studierenden der Westschweizer Fachhochschule in Genf drei Mal aufgenommen worden.

Der Wolf sei am 23. und 24. März sowie vergangene Woche von den Kameras registriert worden, sagte Claude Fischer, Dozent an der Fachhochschule in Genf. Damit bestätigt er eine Meldung der französischen Internetzeitung "Dauphiné Libéré". Die Kameras sollten eigentlich die Anwesenheit des Luchses in der Gegend dokumentieren.

Der Wolf ist 1995 in die Schweiz zurückgekehrt. In den Kantonen Graubünden, Wallis und Tessin leben heute mehrere Exemplare. Ein weiterer Wolf - F05 - ist mehrmals im Freiburgischen und im westlichen Berner Oberland nachgewiesen worden.

SDA-ATS