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Bekannte Namen und Nobodys sollen Geschichte schreiben

102 Medaillensätze in 15 Disziplinen werden an den Olympischen Spielen vergeben. Nur im Shorttrack wird die Schweiz nicht vertreten sein.

Olympische Spiele sind Wettkämpfe, bei denen Helden geboren werden und Athletinnen oder Athleten ins Rampenlicht rücken, die vorher nur einem Fachpublikum bekannt waren. Im mit 170 Sportlern grössten Schweizer Aufgebot aller Zeiten für Winterspiele steht mancher Name, den man für eine Medaille auf der Rechnung haben muss, manche Top-3-Klassierung dürfte überraschend kommen.

"Eines lehrt uns die Geschichte: Es wird Leistungen von Athleten geben, die man nicht erwarten würde. Dann gibt es die Überflieger, die einen überproportionalen Beitrag leisten, oder solche, die letztes Mal enttäuscht haben und nun Erfolg haben. Und es wird der eine oder andere Stern aufgehen", sagte der Schweizer Delegationschef Ralph Stöckli am Tag vor der Abreise nach Südkorea.

Meistgenannte und -bekannte Goldkandidaten sind die formstarken Beat Feuz und Dario Cologna. Derweil der Leader der Abfahrtswertung in Jeongseon mit der Referenz von fünf Podestplätzen (drei Siege) zur Mission "erste Olympia-Medaille" antritt, gewann Cologna in Whistler und Sotschi insgesamt bereits dreimal Gold.

Aber auch Wendy Holdener, sie vor allem im Slalom und in der Kombination, die Curler oder der im alpinen Snowboard-Weltcup führende Nevin Galmarini befinden sich seit Wochen in Hochform. Dazu kommen Trümpfe wie Lara Gut, die Ski-Slopestyler beider Geschlechter oder die Skicrosser (Stöckli: "Auf diese Medaille würde ich am ehesten Geld setzen, wenn ich müsste"). Die beiden Teams sind derart stark besetzt, dass mehrere Fahrer die Selektionskriterien erfüllt hatten, den letzten Cut aber nicht schafften.

Es gibt weitere Sportarten, in denen aus Schweizer Sicht vieles möglich ist. Im Eishockey-Turnier der Männer ist ohne NHL-Beteiligung kein Sieger voraussagbar, die Schweizer Eishockeyanerinnen würden zu gerne den Gewinn der Bronzemedaille von 2014 wiederholen. Ralph Stöckli findet zudem die Biathlon-Staffel der Frauen interessant. "Sie kann ganz vorne mitlaufen", glaubt der "Chef de Mission". Und welch unglaubliche Geschichte würde doch Skispringer Simon Ammann schreiben, wenn er es 16 respektive acht Jahre nach Doppel-Gold in Salt Lake City und Vancouver nochmals auf das Podest schaffen würde.

Mit drei Olympiasiegern von 2014

Neben Cologna sind mit dem nach einem heftigen Sturz an den X-Games noch angeschlagenen Iouri Podladtchikov (Snowboard-Halfpipe) und Patrizia Kummer (Parallel-Riesenslalom) zwei weitere Goldmedaillen-Gewinner von Sotschi auch heuer wieder dabei. Die übrigen - die zurückgetretene Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin, der nicht selektionierte Bobpilot Beat Hefti und Sandro Viletta nach diversen gesundheitlichen Rückschlägen seit seinem grossen Erfolg in der alpinen Kombination - fehlen aus unterschiedlichen Gründen.

Vier neue Disziplinen mit Medaillen-Potenzial

Das Internationale Olympische Komitee nahm für Pyeongchang vier Disziplinen ins Programm auf. Der Parallelslalom der Snowboarder, dem Vernehmen nach vor allem auf Druck von Russlands Präsident Wladimir Putin integriert, wurde nach der einmaligen Durchführung 2014 in Sotschi wieder gestrichen. Interessanterweise besitzen die Schweizer Athletinnen und Athleten - wie so oft in neuen Disziplinen - realistische Medaillenchancen.

Die Mixed-Curler Jenny Perret/Martin Rios starten als Weltmeister zur Olympia-Premiere, an den letzten beiden WM-Teamevents belegten die Schweizer Skifahrer jeweils den 4. Rang. Der Big Air trug den Snowboarderinnen in diesem Winter bereits zwei Podestplätze (1. Carla Somaini in Mönchengladbach/3. Sina Candrian in Mailand) ein. Und auch dem Eisschnellläufer Livio Wenger, der in Salt Lake City als Zweiter aufs Podest gelaufen war, ist im Massenstartrennen ein Exploit zuzutrauen.

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