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Woanders bekommt Frankreichs Kinostar Depardieu Gegenwind. Doch die belgische Gemeinde Estaimpuis hat den französischen Schauspieler Gérard Depardieu zum Ehrenbürger ernannt.

Bürgermeister Daniel Senesael überreichte dem 64-Jährigen am Samstag feierlich eine Medaille der Kommune, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Der "Obelix"-Darsteller trug über der Schulter einen breiten Gurt - das Abzeichen einer örtlichen Gilde.

Im Streit um nach seiner Ansicht überhöhte Steuern für Reiche in Frankreich hatte Depardieu seinen Wohnsitz in den zu Estaimpuis gehörenden Ort Néchin nahe der französischen Grenze verlegt und die russische Staatsbürgerschaft angenommen.

In die Kritik geraten war der Kinostar auch wegen seiner Unterstützung für Russlands autokratischen Präsidenten Wladimir Putin. In der belgischen Provinz ist Depardieu dagegen akzeptiert und beliebt. "Ich liebe die Bewohner Néchins für ihr Lächeln", sagte der Leinwandheld: "Mit ihnen gibt es kein Getue."

Er reise um die Welt und komme in die belgische Gemeinde, um sich zu erholen. Néchin sei sein Hauptwohnort. Der russische Pass erlaube ihm, in Russland und den Ex-Republiken der früheren Sowjetunion visumfrei zu reisen. Nach der Zeremonie lud der Weinliebhaber Freunde und Bewohner zuhause zu einem Grillfest ein.

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SDA-ATS