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Belgische Polizisten haben auf der Autobahn einen Terrorverdächtigen erschossen. Der Mann war am Dienstag in einem Auto mit französischem Kennzeichen zwischen Tournai und Brüssel unterwegs, als er von der Polizei zum Anhalten aufgefordert wurde.

Der Mann habe auf die Aufforderung der Polizei nicht reagiert, sondern versucht, die Beamten abzuhängen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Tournai, Marie-Claude Maertens. Dann habe er seinen Wagen auf die Polizei zugesteuert und geschossen.

Laut anderen belgischen Medien hatte der Mann eine Waffe gezogen, aber nicht unbedingt selbst geschossen. Die Polizisten seien bei der Schiesserei unverletzt geblieben, hiess es. Der Getötete gehörte mutmasslich einem Terrornetzwerk an, wie die Sprecherin der belgischen Generalstaatsanwaltschaft, Wenke Roggen, sagte.

Demnach hatte die für Terrorismus zuständige Föderalbehörde den Fall an sich gezogen. Laut Roggen wurde der Algerier dem organisierten Verbrechen zugerechnet und war der Mitgliedschaft in extremistischen Gruppen verdächtig. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Brüssel wurden Waffen und Sprengstoff gefunden.

Roggen sprach zudem von einem ganzen Arsenal an Ausrüstung, darunter Gasmasken, Nachtsichtgeräte und kugelsicheren Westen. Französische Fahnder hatten den Mann ebenfalls im Visier.

Zusammenarbeit mit Paris

Laut Innenminister Manuel Valls arbeiteten die französischen Ermittler in dem Fall seit Monaten mit ihren belgischen Kollegen zusammen. Beteiligt war auf französischer Seite der Inlandsgeheimdienst DCRI.

Er habe das Geschehene mit seiner belgischen Kollegin Joëlle Milquet besprochen, sagte Valls. Er lobte Belgien für die "Entschlossenheit, die bilaterale Zusammenarbeit im langen und schweren Kampf gegen den Terrorismus fortzusetzen".

Die Franzosen hatten die Belgier Ende 2012 um Hilfe gebeten, weil der DCRI den Verdacht hegte, dass der Mann einer Terrorgruppe angehöre, wie Belgiens Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Straftaten vorbereitet?

In der Untersuchung kam dann heraus, dass er militärische Ausrüstung kaufte. Als vergangene Woche in Brüssel in einem Restaurant ein bewaffneter Überfall verübt wurde, wurde ein Zusammenhang mit dem Verdächtigten hergestellt.

Die Ermittler gingen davon aus, dass der Algerier andere Straftaten vorbereitete, als sie den Entscheid zu der dann gescheiterten Festnahme trafen, sagte die Sprecherin.

Die Generalstaatsanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht weiter zu dem Fall äussern. Sie stellte klar, dass der Mann 1973 geboren wurde und somit entgegen erster Berichte nicht 30 Jahre alt war.

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SDA-ATS