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Belinda Bencic sorgt am Australian Open in Melbourne für die erste grosse Überraschung und bezwingt die Vorjahresfinalistin Venus Williams aus den USA 6:3, 7:5. Viktorija Golubic hingegen scheitert.

Als Belinda Bencic (WTA 78) nach knapp zwei Stunden Spielzeit ihren ersten Matchball mit einem Vorhandwinner verwertet hatte, schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen, drehte sich um und schaute ungläubig zu ihrer Box. Noch im September, als sie nach ihrer Operation am Handgelenk auf die Tour zurückgekehrt und in der Weltrangliste weit abgesackt war, hatte sie nicht daran geglaubt, dass sie in Melbourne überhaupt im Hauptfeld stehen würde.

Auch wenn Bencic wie im vergangenen Jahr, als sie zum Auftakt gegen die spätere Siegerin Serena Williams antreten musste, vom Los nicht begünstigt worden war, freute sie sich auf die Aufgabe gegen die Nummer 5 der Welt auf dem grössten Court im Melbourne Park und auf eine neuerliche Chance gegen eine Spielerin, die sie einst im Fernsehen bewundert hatte. Warum sollte sie diese diesmal nicht nutzen?

Es schien, als hätte Bencic ein Vorahnung gehabt, was sie in der Rod Laver Arena erwarten würde. Unter der Beobachtung der Eltern von Roger Federer knüpfte sie an die starken Leistungen zum Auftakt des Jahres beim Hopman Cup in Perth an und liess sich auch durch eine kurze Regenpause Mitte des ersten Satzes nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Nachdem das Dach geschlossen war, gewann Bencic sechs Punkte in Serie und sicherte sich im fünften Duell mit Venus Williams den ersten Satzgewinn.

Auch im zweiten Durchgang spielte Bencic gross auf. Auf ihr erstes Break reagierte sie cool und schaffte gleich das Rebreak. Und auch als sie später erste Chancen zur Vorentscheidung verpasste, liess sich dadurch nicht verunsichern. Nach knapp zwei Stunden feierte sie ihren ersten offiziellen Sieg gegen eine Top-Ten-Spielerin seit knapp zwei Jahren, als Bencic mit Rang 7 ihr bislang höchstes Ranking erreicht hatte.

Dank dem Sieg gegen die siebenfache Grand-Slam-Siegerin Venus Williams eröffnen sich der Achtelfinalistin von 2016 in Melbourne gute Perspektiven. In der 2. Runde trifft Bencic auf die thailändische Qualifikantin Luksika Kumkhum (WTA 125), die sich gegen die Schwedin Johanna Larsson (WTA 80) in zwei Sätzen durchsetzte. Als nächste gesetzte Spielerin würde frühestens im Achtelfinal die Deutsche Julia Görges oder die Australierin Daria Gavrilova warten.

Verpasste Chance für Golubic

Bencic ist die einzige im Tableau verbliebene Schweizerin. Viktorija Golubic (WTA 115) verlor wie 2016 und 2017 auch in diesem Jahr im Melbourne Park in der 1. Runde. Die 25-jährige Zürcherin lieferte sich mit Kateryna Bondarenko einen mehr als zwei Stunden dauernden Abnützungskampf, den die Nummer 94 der Welt aus der Ukraine mit 7:6 (7:3), 4:6, 6:2 für sich entschied.

Golubic, die sich via Qualifikation ihren Platz im Hauptfeld gesichert hatte, vergab im ersten Satz beim Stand von 5:4 und eigenem Aufschlag einen Satzball. Im dritten Durchgang verpasste sie beim Stand von 2:3 fünf Chancen zum Rebreak, ehe sie nach vier Partien in fünf Tagen die Kraft zur Wende nicht mehr fand.

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SDA-ATS