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So sieht es in der roten Zone von Bondo nicht mehr aus. Der Schutt ist weg, und die Häuser können wieder bewohnt werden. (Archiv)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Das Südbündner Dorf Bondo im Bergell kann zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Bergsturz fast wieder vollständig bewohnt werden. Die Talgemeinde Bregaglia hebt die rote Evakuierungszone im Bergsturzgebiet auf.

46 Bewohnerinnen und Bewohner können am Samstag in die Häuser zurückkehren. 142 von ursprünglich 147 evakuierten Bewohnern von Bondo sowie der Weiler Spino und Sottoponte könnten wieder in ihrem Zuhause leben, teilte die Gemeinde am Freitag mit. Gesperrt bleiben sieben Gebäude in Bondo und Sottoponte. Betroffen davon seien fünf Einheimische sowie Nutzer von sieben Ferienwohnungen.

Aufgehoben werden konnten die Evakuierungen, nachdem die Arbeiten im Material-Rückhaltebecken zum Schutz der Gebäude so gut wie abgeschlossen wurden, wie die Gemeinde schrieb. Neue Muren würden vom Becken aufgehalten. Zudem wurden Bauten, die vor Murgängen schützen, verstärkt.

Einer der grössten Bergstürze seit über hundert Jahren

Bei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit über 130 Jahren waren am 23. August und danach drei bis vier Millionen Kubikmeter Fels vom Grenzberg Piz Cengalo abgebrochen. Muren wälzten sich durch das Seitental Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell, wo Häuser in Bondo, Sottoponte und Spino beschädigt wurden. Acht Personen, Bergwanderer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, werden seit dem Bergsturz vermisst.

1,5 Millionen Kubikmeter Gestein am Piz Cengalo sind noch instabil. Akut absturzgefährdet ist zwar kein grösseres Volumen, aber die Wahrscheinlichkeit ist laut Experten gross, dass sich irgendwann erneut ein grösserer Bergsturz ereignet.

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SDA-ATS