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Sexuelle Belästigung auch bei der Uno: 15 Mitarbeiterinnen berichten von entsprechenden Vorfällen in den letzten fünf Jahren. (Symbolbild)

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Dutzende Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen haben einem Medienbericht zufolge sexuellen Missbrauch erlitten. In der internationalen Organisation herrsche allerdings eine "Kultur des Schweigens" und der Straflosigkeit vor.

Wie die britische Zeitung "Guardian" unter Berufung auf Gespräche mit derzeitigen und ehemaligen Uno-Mitarbeitern berichtet, werde auf Opfer oft Druck ausgeübt, die mutmasslichen Täter würden nicht bestraft und blieben weiter in ihren Ämtern, hiess es in dem Bericht.

15 Befragte gaben an, in den letzten fünf Jahren sexuelle Belästigung erlebt zu haben, sieben von ihnen hatten dies intern gemeldet. Die in mehr als zehn Ländern arbeitenden Opfer wollten aus Angst anonym bleiben, schrieb der "Guardian".

Viele fürchten die Folgen einer Beschwerde: "Wenn man es meldet, dann ist deine Karriere vorbei", sagte eine Frau dem Blatt. Drei Frauen, die Übergriffe gemeldet hatten, gaben an, seitdem entweder ihre Arbeit verloren oder mit Kündigung bedroht worden zu sein. Die mutmasslichen Täter seien weiterhin auf ihren Posten.

Eine Frau berichtete von einer Vergewaltigung durch einen Vorgesetzten. Eine interne Untersuchung habe trotz medizinischer Untersuchungen und Zeugenaussagen keine ausreichenden Beweise für die Tat gefunden.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres wolle "unerbittlich" mit dem Thema umgehen, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric in New York. Es gehe dabei auch um Gleichbehandlung der Geschlechter und Machtgleichheit. Die Organisation wolle nun die Mitarbeiter befragen und eine Anlaufstelle einrichten.

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SDA-ATS