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Die Schweizerische Botschaft in Berlin: Das deutsche Aussenministerium fordert eine offizielle Erklärung der Schweiz zum Spionagevorwurf gegen einen Mann, der für den Nachrichtendienstes der Bundes in Deutschland aktiv gewesen sein soll.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Schweizer Botschafterin in Berlin ist am Dienstagnachmittag vom deutschen Aussenministerium einberufen worden. Die deutsche Regierung verlangt Aufklärung in der Spionageaffäre um einen in Frankfurt verhafteten Schweizer.

Im deutschen Aussenministerium hiess es, Staatssekretär Walter Lindner habe die Schweizer Botschafterin "kurzfristig zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt gebeten". Der Staatssekretär habe dabei "im Interesse der deutsch-schweizerischen Freundschaft" Aufklärung über den Fall des unter Spionageverdachts festgenommenen Schweizer Staatsbürgers erbeten.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte das Treffen. Es sei Zeit für einen Informationsaustausch zwischen der Schweiz und Deutschland gewesen, da vieles im Unklaren sei, sagte EDA-Sprecher Jean-Marc Crevoisier auf Anfrage.

Ein 54-jähriger Schweizer war am vergangenen Freitag in Frankfurt verhaftet worden. Laut dem deutschen Generalbundesanwalt wird ihm vorgeworfen, während über fünf Jahren für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Bundesrat Guy Parmelin wollte sich am Dienstag bei einem Medienauftritt nicht zum Fall äussern.

SDA-ATS

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