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Berliner Philharmoniker verlassen Osterfestspiele Salzburg

Die Berliner Philharmoniker verlassen nach Jahrzehnten die Salzburger Osterfestspiele und beginnen stattdessen 2013 zu Ostern ein neues Festival in Baden-Baden.

Die Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus Baden-Baden sei langfristig geplant, teilten die Philharmoniker am Samstag mit. Der Schwerpunkt werde auf szenischen Opernaufführungen liegen.

Von den Osterfestspielen in Salzburg wird sich das Berliner Orchester 2012 mit den geplanten beiden Aufführungen der Oper "Carmen" unter Leitung von Simon Rattle sowie Konzerten, den Kontrapunkten und dem Education-Projekt verabschieden.

Die Salzburger Osterfestspiele wurden von Herbert von Karajan gegründet und gelten als eines der teuersten Festivals international. Seit 1967 baute das Festival auf die Berliner Philharmoniker als zentrales Orchester für Opernaufführungen und Konzerte.

Bedauern

"Ich bedauere diese Entscheidung der Berliner Philharmoniker ausserordentlich", erklärte der geschäftsführende Intendant des Festivals, Peter Alward. Grund sei, dass Salzburg die ursprünglichen Forderungen des Orchesters nach vier Opernaufführungen und einer deutlichen Ausweitung des Kammermusik- und Education-Spektrums nicht umsetzen konnte.

Die Entscheidung für den Wechsel sei nach reiflicher Überlegung auf einer Orchestervollversammlung gefallen, erklärte Olaf Maninger aus dem Stiftungsvorstand der Philharmoniker.

"Wir brauchen für unsere Opern- und Konzertaktivitäten zu Ostern eine langfristig gesicherte Gesamtsituation, die uns das Festspielhaus Baden-Baden bieten kann. Auf dieser Grundlage wollen wir ein kreatives, lebendiges und für das Publikum erschwingliches Opernfestival entstehen lassen."

Opern-Neuproduktionen in Baden-Baden

Nach Angaben der Philharmoniker wird Baden-Baden künftig der Ort sein, an dem sie Premieren von Opern-Neuproduktionen spielen. Ausser dem Festspielhaus wollen die Musiker auch andere Spielstätten in der Stadt nutzen, unter anderem für experimentelle Projekte das historische E-Werk, das Museum Frieder Burda oder die staatliche Kunsthalle.

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