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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich am Montag einer vierstündigen Gesichtsoperation unterzogen. Dabei wurden Schäden behoben, die von einem Angriff im Dezember 2009 stammen.

Damals hatte ein psychisch kranker Mann Berlusconi in Mailand mit einer Miniatur-Statue des Mailänder Doms ins Gesicht geschlagen. Dabei beschädigte er zwei Zähne des brach dem Regierungschef das Nasenbein. Der Mann wurde wegen seiner psychischen Probleme freigesprochen.

Bei der Operation am Montag in Mailand seien "die Anatomie und die Kieferfunktion wiederhergestellt" worden, zitierte Berlusconis Büro den Leibarzt des Ministerpräsidenten, Alberto Zangrillo. Dabei sei Knochen transplantiert worden und ein Zahn-Implantat eingesetzt worden.

Dem Arzt zufolge befand sich Berlusconi am Nachmittag bereits wieder in seiner Villa in Arcore bei Mailand. Am Donnerstag könne er seine Arbeit höchstwahrscheinlich wieder aufnehmen, sagte Zangrillo gemäss italienischen Medien.

Der innenpolitisch angeschlagene Berlusconi steht derzeit unter Druck. Mehrere Gerichtsverfahren gegen ihn wurden wieder aufgenommen.

Am Freitag soll ein Korruptionsprozess wegen Bestechung des britischen Anwalts David Mills wieder aufgerollt werden. Berlusconi soll Mills für Falschaussagen in den 1990er Jahren 600'000 Dollar gezahlt haben..

Der Höhepunkt seines Gerichtsmarathons erwartet den 74-jährigen Medienmogul am 6. April. Dann muss er sich in der Affäre um die Marokkanerin "Ruby" in Mailand einem Schnellverfahren wegen Amtsmissbrauchs stellen.

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SDA-ATS