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Die neu entdeckte Krötenart lebt auf einem abgelegenen Hochplateau der Insel Borneo. Ein grosser Teil der Artenvielfalt Borneos ist vermutlich noch unbekannt, aber bereits gefährdet.

Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern

(sda-ats)

Ein für eine Kröte geradezu zartes Geschöpf haben Berner Forschende auf einem abgelegenen Hochplateau auf der Insel Borneo entdeckt. Das inspirierte auch den Namen der neuen Krötenart.

Ansonia teneritas haben die Forschenden um Stefan T. Hertwig vom Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern die neu entdeckte Art getauft. "tener" ist Lateinisch für "zart", ein Hinweis auf die zarte Gestalt der Kröte mit den rot-orangen Augen, die weniger als zweieinhalb Zentimeter misst.

Äusserlich unterscheidet sie sich zwar kaum von anderen Bachkröten, zu denen Ansonia teneritas gehört. Eine DNA-Analyse entlarvte sie jedoch als eigene Art, schrieb das Museum am Donnerstag in einer Mitteilung. Entdeckt haben die Wissenschaftler die neue Krötenart auf dem entlegenen Usun Apau-Plateau auf Borneo.

Die Kröte lebt an rasch fliessenden Bergbächen mit Felsen. Sie hat also recht spezielle Anforderungen an ihren Lebensraum, was auch erklären dürfte, warum die Art erst an zwei Stellen auf Borneo nachgewiesen wurde. In den Augen der Forschenden bestätigt die Entdeckung den unvorstellbar grossen Artenreichtum Borneos, der noch sehr unvollständig bekannt sei, hiess es weiter.

Artenvielfalt akut bedroht

Manche Arten könnten unentdeckt bleiben, bevor sie aussterben. Denn die Artenvielfalt Borneos ist akut bedroht. Der Regenwald der Insel wird zunehmend gerodet und das Land beispielsweise für Palmölplantagen genutzt.

Deshalb sollen im Rahmen des "Frogs-of-Borneo"-Projekts, an dem neben dem Museum auch die Universitäten Bern, Hamburg und Kuching in Malaysia beteiligt sind, möglichst viele Arten und ihre Lebensräume wissenschaftlich erfasst werden. Nur so liessen sie sich gezielt schützen, schrieb das Naturhistorische Museum Bern.

Auf der Expedition ins Hochplateau sammelten die Forschenden noch zahlreiche weitere Arten, die nun in der Museums-Sammlung auf genauere Untersuchung warten. Sehr gut möglich, dass sich darunter weitere bisher unbekannte Exemplare befinden.

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SDA-ATS