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Berner Maschinenfabrik Wifag streicht weitere 300 Stellen

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 11:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Stadtberner Druckmaschinen-Fabrik Wifag baut weitere 300 Stellen ab. Betroffen ist die kriselnde Zeitungssparte, in der die Wifag bereits im Mai den Abbau von 90 der 650 Arbeitsplätze angekündigt hat.
Die Hoffnung, dass sich die "historische Krise" mit Kurzarbeit und dem ersten Abbau bewältigen lasse, habe sich zerschlagen. Der Druckmaschinenbau leide weltweit unter einem noch nie dagewesenen Auftragseinbruch und überdies unter einem dramatischen Preiszerfall, teilte die Wifag-Polytype Gruppe mit.
Mit ihren Produkten im oberen Technologie- und Preissegment sei die Wifag besonders hart betroffen. Der Konzern könne den Schwerpunkt nicht mehr beim traditionellen Zeitungsdruck setzen. Für die Sparte werde deshalb ein starker Partner gesucht.
Zur strategischen Neuausrichtung sei ein weiterer Stellenabbau notwendig. Der Abbau erfolgt gestaffelt bis Ende Juli 2010. Für die Betroffenen sei ein "solid finanzierter" Sozialplan vorhanden, schreibt das Unternehmen. Die laufende Lehrlingsausbildung soll garantiert bleiben. Die Wifag ist einer der grössten Lehrstellen-Anbieter Berns.
Die Gewerkschaften reagierten bestürzt und machten dem Management des Unternehmens schwere Vorwürfe. Unklare Strategien und Qualitätsprobleme würden auf die Beschäftigten abgewälzt, erklärte die Gewerkschaft Unia.
Die Angestellten Schweiz sind sich "der Notwendigkeit bewusst, dass die Wifag eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen eingehen muss". Das dürfe aber nicht dazu führen, dass Arbeitsplätze von der Schweiz ins Ausland verlegt werden.

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