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Der Berner SP-Nationalrat André Daguet tritt noch vor den eidgenössischen Wahlen vom Herbst zurück. Er mache damit den Weg frei "für eine neue Generation von SP-Leuten, die sich genauso überzeugt für die Anliegen von SP und Gewerkschaften einsetzen."

Daguet tritt per 30. Mai zurück, wie er am Dienstag mitteilte. In den vergangenen Monaten sei ihm zunehmend klar geworden, "dass man als öffentliche Person, die mannigfachen Belastungen ausgesetzt ist, den richtigen Zeitpunkt für den Rückzug aus der institutionellen Politik finden muss."

Sein Herzstillstand vom Mai 2010 habe ihn gezwungen, sich diese Frage reiflich zu überlegen. Obwohl er sich gesundheitlich wieder gut fühle, sei es ihm immer mehr bewusst geworden, dass man die Chance nicht verpassen sollte, sich dann zu verabschieden, "solange man dies mit aufrechtem Gang und gesund tun kann."

Gewerkschafter übernimmt Nachfolge

Nachfolger Daguets im Nationalrat wird Corrado Pardini, wie Roland Näf, Präsident der bernischen SP, auf Anfrage sagte. Der Unia-Gewerkschaftssekretär und Berner Grossrat ist erster Ersatzmann auf der SP-Liste und rutscht in der Sommersession nach.

Über die Nominationen für die Nationalratswahlen entscheidet die SP des Kantons Bern dann am kantonalen Parteitag vom Samstag in Burgdorf. Daguet gehörte dem Nationalrat seit 2003 an. Bei der Gewerkschaft Unia ging Daguet 2009 mit 62 in Pension.

Daguet war unter anderem massgeblich an der Fusion des Smuv und der GBI zur Gewerkschaft Unia im Jahr 2004 beteiligt und trug entscheidend zu deren heutigen Stärke als Sozialpartnerin bei. Von 1986 bis 1996 war Daguet Generalsekretär der SP Schweiz - an der Seite von Parteipräsident Peter Bodenmann.

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SDA-ATS