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Bundespräsident Alain Berset besuchte ein Flüchtlingslager der Rohingya im Bezirk Cox's Bazar in Bangladesch.

KEYSTONE/EPA KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Bundespräsident Alain Berset unterstützt den Plan des früheren Uno-Generalsekretärs Kofi Annan. Dieser sieht vor, dass die geflüchteten Angehörigen der Rohingya-Minderheit nach Myanmar zurückkehren sollen.

Berset besuchte am Dienstag den Bezirk Bezirk Cox's Bazar im Südosten von Bangladesch, wo sich viele Rohingya-Flüchtlinge aufhalten. Berset stattete einem Spital einen Besuch ab, das kürzlich dank der Hilfe aus der Schweiz besser ausgerüstet werden konnte, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Dienstag mittelte.

Im Flüchtlingslager von Kutupalong im gleichen Bezirk habe er Flüchtlinge besucht, die unter sehr schwierigen Bedingungen leben. Er habe sich mit ihnen unterhalten und sich nach ihren Problemen und Befürchtungen erkundigt. Im Lager besuchte Berset unter anderem ein medizinisches Zentrum und einen Kinderhort, wie das EDI weiter mitteilte.

Rohingya sollen Staatsbürgerschaft erhalten

Berset sprach sich vor Ort für den Plan Annans aus. Er betonte jedoch, dass die Rückkehr von Flüchtlingen freiwillig und unter sicheren Umständen erfolgen solle. Berset traf sich laut EDI auch mit Mitarbeitern von Schweizer Hilfswerken, die sich in der Region sehr stark engagieren.

Im Oktober hatte Annan den Uno-Sicherheitsrat dazu aufgerufen, mit Myanmar eine Lösung in der Flüchtlingskrise zu finden. Eine Kommission unter Leitung Annans hatte Ende August einen Bericht zur Lage der Minderheit in der myanmarischen Provinz Rakhine veröffentlicht.

In der von der Regierung selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert das Gremium dazu auf, den Rohingya mehr Rechte zuzugestehen, darunter das Recht auf die Staatsbürgerschaft.

Fluchtwelle nach Militäroffensive

Fast 700'000 Rohingya sind seit dem Sommer letzten Jahres aus ihrer Heimat in der myanmarischen Provinz Rakhine ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Auslöser war eine Offensive der Armee Myanmars.

Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, bezeichnete die Militäraktionen als ethnische Säuberungen, die zu einem Religionskonflikt in der Region führen könnten.

Bersets Reise in Bangladesch dauert vier Tage. Es ist der erste Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten seit der Unabhängigkeit Bangladeschs von Pakistan im Jahr 1971. Am Montag traf er sich auch mit Staatspräsident Abdul Hamid.

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SDA-ATS