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Die landesweit bekannte Überführung der Autobahn A1 in Birmenstorf AG, die Mitte Januar von einem falsch geladenen Bagger massiv beschädigt worden war, wird in zwei Nächten der kommenden Woche abgerissen. Der Verkehr wird einspurig im Gegenverkehr auf der anderen Fahrbahnseite geführt.

In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch werden die Arbeiten über der A1 in Fahrtrichtung Bern ausgeführt, in der nachfolgenden Nacht in Fahrtrichtung Zürich, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Freitag mitteilte.

In den Nachtstunden zieht ein auf der Autobahn aufgestellter Pneukran die acht je rund 60 Tonnen schweren Betonelemente aus der Brücke heraus. Die Elemente werden abtransportiert. Seit Mitte November war der Mittelteil der beschädigten Überführung in je rund 15 Meter lange Elemente zerschnitten worden.

Die Nacharbeiten würden jeweils bis etwa vier Uhr am Morgen dauern, sagte Mediensprecherin Esther Widmer von der zuständigen ASTRA-Filiale Zofingen AG auf Anfrage. Die einstreifige Verkehrsführung werde auf der A1 ab 20.30 Uhr eingerichtet.

Neue Brücke für 4,5 Millionen Franken

Der gesamte Rückbau der Überführung soll Mitte Januar abgeschlossen sein. Danach wird bis voraussichtlich August eine neue, 48 Meter lange und 4,5 Millionen Franken teure Stahl-Beton-Brücke errichtet. Die Kosten bezahlt das ASTRA.

Die 45 Jahre alte Überführung, welche die Gemeinde Birmenstorf und den Badener Ortsteil Rütihof verbindet, sollte ursprünglich im kommenden Frühling abgerissen und neu gebaut werden.

Überführung mit "Promi-Status"

Am 13. Januar hatte ein mit einem falsch auf einen Lastwagen geladenen Bagger die Überführung stark beschädigt. Der Arm des weissen Baggers riss viele Betonteile herunter, auch wurden Spannungskabel beschädigt. Personen wurden nicht verletzt.

Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen für rund sieben Stunden lang komplett gesperrt werden. Zwischen Zürich und dem Mittelland kam es in der Folge zu einem riesigen Verkehrschaos. Die Überführung erreichte daher nationale Berühmtheit.

Schadenersatzforderung von 250'000 Franken

Der 32-jährige Schweizer Lastwagenfahrer musste eine Busse von 1100 Franken bezahlen. Er wurde dafür bestraft, dass sein Fahrzeug nicht den Vorschriften entsprochen hatte. Er hatte gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Baden ohne Bewilligung einen Ausnahmetransport ausgeführt.

Die Sofortmassnahmen zur Sicherung der Überführung verursachten gemäss ASTRA Kosten von rund 250'000 Franken. Das ASTRA will diese Aufwendungen dem Bauunternehmen Implenia, dem Arbeitgeber des Lastwagenfahrers, in Rechnung stellen. Das Unternehmen verfügt über eine Haftpflichtversicherung.

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SDA-ATS