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Bessere Regierungsführung von Afghanistan gefordert

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2009 - 16:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Kabul/Washington - Westliche Staaten und die NATO verlangen von Afghanistan, klare Ziele für die Entwicklung des Landes zu benennen. Bei Beratungen über eine neue Afghanistan-Strategie hat US-Präsident Barack Obama Fortschritte der Regierung in Kabul zur Bedingung für eine Truppenaufstockung gemacht.
Zuvor hatte der US-Botschafter in Kabul, Karl Eikenberry, laut Medienberichten starke Bedenken vor der Entsendung zusätzlicher US-Soldaten an den Hindukusch geäussert. Zunächst sollten Fortschritte der afghanischen Regierung im Kampf gegen Korruption und Missmanagement abgewartet werden.
Eikenberry machte seine Vorbehalte in der vergangenen Woche in zwei vertraulichen Schreiben deutlich, berichteten übereinstimmend "New York Times" und "Washington Post" unter Berufung auf hohe Regierungsbeamte.
Mit seinen Bedenken gegen eine weitere Truppenaufstockung stellte sich Eikenberry, der frühere Oberkommandierende der US-Truppen in Afghanistan, klar gegen Einschätzungen seines Nachfolgers, General Stanley McChrystal. Der hatte die Entsendung von zusätzlich 40'000 US-Soldaten an den Hindukusch vorgeschlagen.
Für die mögliche Aufstockung der amerikanischen Truppen liegen vier Optionen auf dem Tisch, die laut "New York Times" die Entsendung von jeweils 10'000 bis 15'000, 20'000, 30'000 oder 40'000 zusätzlichen Soldaten vorsehen. Zurzeit sind rund 100'000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert, darunter rund 68'000 amerikanische.
Mit einer Entscheidung Obamas wird erst nach Rückkehr von seiner neuntägigen Asienreise Ende kommender Woche gerechnet. Als wahrscheinlich gilt eine Bekanntgabe Anfang Dezember.

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