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Mit dem Fünf-Sterne-Turnier von Gstaad steht für die Schweizer Beachvolleyballerinnen diese Woche der erste Höhepunkt der Saison im Programm. Die Schweizer Duos sind vor ihrem Heimauftritt in Topform.

Die mediale Aufmerksamkeit gehört bisher fast ausschliesslich dem neu formierten Duo Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré. Doch zur Nummer 1 im Schweizer Lager aufgestiegen sind diesen Frühling Nina Betschart und Tanja Hüberli. Das Duo, das in seiner zweiten gemeinsamen Saison steht, hat mit Konstanz überzeugt und es in den letzten vier World-Tour-Turnieren stets in die Top 10 geschafft - mit dem 3. Rang im kroatischen Porec letzte Woche als Höhepunkt.

"Joana und Anouk haben sich die Aufmerksamkeit verdient mit ihren Auftritten letzten Sommer in Rio", stört sich Hüberli nicht an der Publizität, die ihre Landsfrauen erhalten. "Nina und ich machen einfach unser Ding", so die Schwyzerin nach dem Turnier in Porec. Zum zweiten Mal in ihrer Karriere standen sie in Kroatien an einem Turnier der höchsten Kategorie auf dem Podest. Vor einem Jahr in Klagenfurt waren sie ein erstes Mal Dritte geworden.

Hüberli und Betschart freuen sich auf das Turnier vor heimischem Publikum. Von gestiegenen Erwartungen wollen sie nichts wissen. "Klar, der 3. Rang gibt sehr viel Selbstvertrauen. Man weiss, es läuft und passt", so Betschart. "Aber trotzdem, es fängt auch in Gstaad bei null an. Man darf sich nach so einem Resultat nicht zu viel Druck machen, sondern muss genau so weiterspielen."

Aufsteigende Tendenz bei Heidrich/Vergé-Dépré

Auch Heidrich/Vergé-Dépré befinden sich in guter Verfassung. Nach einem resultatmässig eher durchzogenen Saisonauftakt hat das Team in den letzten Wochen Fahrt aufgenommen. Die im Frühling noch fehlenden Automatismen scheinen immer besser zu greifen. Mitte Juni verblüfften sie in Den Haag mit Siegen gegen die Nummern 1, 3 und 5 des Turniers. Erst im Final wurde ihr Siegeszug gestoppt. In Porec scheiterten sie ganz knapp in den Viertelfinals.

Nach den Leistungen der letzten Wochen stehen die Chancen gut, dass in Gstaad erstmals seit fünf Jahren (3. Rang von Simone Kuhn/Nadine Zumkehr) wieder ein einheimisches Duo den Sprung auf das Podest schafft. Am dritten und letzten Major-Turnier der Saison steht allerdings die gesamte Weltelite am Start. Gstaad ist der letzte grosse Test vor der WM in Wien (28. Juli bis 6. August).

Männer essen hartes Brot

Die Schweizer Männer stehen derzeit klar im Schatten der Frauen. Nico Beeler/Marco Krattiger liessen in Den Haag zwar mit einem 4. Rang aufhorchen, ansonsten blieben die Erfolge aber aus. Für die WM qualifizierte sich kein Team. Weil weniger Turniere auf der World Tour stattfinden und zudem die Teilnehmerfelder kleiner wurden, haben sie auch kaum Chancen, sich in der Weltrangliste zu verbessern.

Umso wichtiger ist für Beeler/Krattiger sowie die anderen Duos der Heimauftritt. Dank dem Gastgeber-Bonus und Wildcards kämpfen drei Teams um wichtige Punkte. Am Dienstag in der Qualifikation spielen zudem weitere Teams um einen Platz im Hauptturnier. Mindestens neun Männer- und Frauenteams von Swiss Volley erhalten in Gstaad eine Startgelegenheit.

SDA-ATS