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Im brasilianischen Amazonasgebiet ist erneut ein Umweltschützer getötet worden. Der Mann sei aus nächster Nähe erschossen worden, teilte am Donnerstag die Polizei in der Stadt Eldorado dos Carajas im Staat Pará mit.

Zwei Zeugen hätten zunächst versucht, den verwundeten Mann in ein Spital zu bringen, sagte der Polizeichef im Südosten von Pará, Alberto Teixeira, dem Fernsehsender Globo. Ihr Auto sei jedoch von Bewaffneten gestoppt und der Aktivist erschossen worden.

Erst kürzlich hatte die brasilianische Regierung Gespräche über die Gewalt in der Region geführt. Laut der Menschenrechtsorganisation Catholic Land Pastoral wurden in den vergangenen 20 Jahren 1150 Umweltschützer und Aktivisten der Landbevölkerung in Brasilien getötet.

Auftraggeber der Morde seien häufig Holzfäller und Grossgrundbesitzer. Erst Ende Mai waren in Pará die beiden Umweltschützer José Cláudio Ribeiro da Silva und Maria do Espírito Santo in einen Hinterhalt geraten und erschossen worden. Menschenrechtler kritisierten, die Behörden hätten von Todesdrohungen gegen das Ehepaar gewusst, diesem jedoch keinen Polizeischutz gegeben.

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SDA-ATS