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Wien - In punkto HIV-Bekämpfung gab es am Montag bei der Welt-Aids-Konferenz Gutes und Schlechtes zu berichten: In nur einem Jahr stieg die Anzahl der Infizierten, die eine lebensrettende Behandlung erhalten, beachtlich. Zu wünschen übrig lässt aber die Effizienz der bestehenden Aids-Programme.
Eine neue Erhebung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass die Zahl der HIV-Infizierten, die eine lebensrettende Behandlung erhalten, in nur einem Jahr drastisch angestiegen ist. Hatten Ende 2008 noch 4 Millionen Menschen Zugang zu Medikamenten, so waren es Ende 2009 bereits 5,2 Millionen.
Sorge herrschte an der mehrtägigen Konferenz in Wien hingegen vor allem, was die Effizienz der bestehenden Aids-Programme betrifft. So monierte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Organisationen würden zu viel Geld für Expertenreisen in die betroffenen Länder und für die Erstellung von Berichten ausgeben.
Auch Microsoft-Gründer Bill Gates, der sich mit seiner eigenen Stiftung vor allem in der Forschung nach Impfstoffen engagiert, rief dazu auf, die Aids-Investitionen kosteneffizienter einzusetzen. So könnte die Zahl neuer HIV-Infektionen bis 2031 - dem 50. Jahrestag des Beginns der Aids-Pandemie - drastisch eingedämmt werden.
Düstere finanzielle AussichtenDer globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GF) zeigte sich aber besorgt darüber, dass bei der nächsten Geber-Konferenz im Oktober zahlreiche Länder voraussichtlich ihre Beiträge kürzen werden.
"Ohne ausreichende Mittel werden wir die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nicht erreichen und können weder unsere bereits bestehenden Programme noch nötige neue Programme ausreichend finanzieren", sagte Michel Kazatchkine, der Direktor des "Global Fund".
Die UNO-nahe Organisation bezahlt derzeit die Behandlung von 2,8 HIV-Infizierten. Sie wurde im Jahr 2000 bei einem G8-Treffen gegründet. Ihr Haushalt setzt sich aus freiwilligen Beiträgen der Geberländer und des privaten Sektors zusammen.

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SDA-ATS