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Der Binding Waldpreis 2012 geht in die Nordwestschweiz: Die Forstbetriebsgemeinschaft Am Blauen im basellandschaftlich-solothurnischen Leimental erhält den mit 200'000 Franken höchstdotierten Umweltpreis der Schweiz für ihre innovative Waldbewirtschaftung.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Am Blauen (FBG) bewirtschaftet ausgedehnte Laubmischwälder am Juranordfuss südwestlich von Basel. Sie war bei ihrer Gründung vor fast zehn Jahren der erste interkantonale Zusammenschluss dieser Art, wie die Sophie und Karl Binding Stiftung am Dienstag mitteilte.

Schwarze Zahlen und Naturschutz

Die FBG vereinigt die Bürgergemeinden Ettingen BL und Witterswil SO sowie die Gemeinden Bättwil SO, Hofstetten-Flüh SO und Metzerlen-Mariastein SO. Seit ihrer Gründung erwirtschafte sie mit Buchenholz schwarze Zahlen, derweil Laubholzbetriebe in der Branche sonst als kaum konkurrenzfähig gälten.

Doch "die geschickte Vermarktung von Energieholz und der Einsatz für die fünf grösseren Holzschnitzelanlagen im Gebiet lohnen sich", hält die Stiftung fest. Rund 70 Prozent des geernteten Holzes dienten heute der lokalen und regionalen Wärmegewinnung.

Einen hohen Stellenwert geniesse bei der FBG gleichzeitig der Naturschutz. Für die Artenvielfalt seien Laubwälder wie jene der FBG besonders wertvoll. Zehn Prozent ihrer Waldfläche seien als Reservate ausgeschieden. Weiter kämen 54 Kilometer ökologisch aufgewertete Waldränder und drei gelichtete Mittelwälder hinzu.

Hohes Ansehen in der Bevölkerung

Die FBG-Wälder geniessen laut der Stiftung zudem hohes Ansehen in der Bevölkerung, dies dank "der sensiblen und offenen Kommunikation": Revierförster und FBG-Betriebsleiter Christoph Sütterlin informiere laufend über neue Projekt, Produkte oder Dienstleistungen und führe durch die Wälder. Die Dialog-Kultur erleichtere auch den Umgang mit Behörden, Universitäten und Umweltorganisationen.

Schliesslich würdigt die Binding Stiftung auch den Willen und Mut der ursprünglich sechs kleineren öffentlichen Waldeigentümer zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Dies habe eine "vernünftige Vereinfachung" bei Führungsstruktur, Betriebsrechnung, Werkhof und Maschinenpark ergeben, was die Verwaltungskosten tief halte und eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung erleichtere.

SDA-ATS