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Der Winter hat fast die gesamte Schweiz mit einer weissen Decke überzogen. Besonders stark schneite es im Tessin. Dort fielen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in den Bergen. Sogar am Lago Maggiore bildete sich eine dünne Schneeschicht.

Die Meteorologen von MeteoNews vermeldeten für die Stadt Locarno einen Zentimeter Neuschnee. Insgesamt fiel 20 Millimeter Niederschlag. Wegen der Nässe löste sich im Verzasca-Tal am Morgen ein Erdrutsch und beschädigte einen Strommast.

Darauf fiel im ganzen Verzasca-Tal der Strom aus. Der Stromausfall wurde nach Angaben des Stromunternehmens Società Elettrica Sopracenerina (SES) im Laufe des Morgens wieder behoben.

Auch im Kanton Luzern kam es zu einem grossflächigen Stromausfall. Schnee und Eis auf Stromleitungen bescherten 2500 Haushalten im Gebiet Gunzwil, Neudorf, Beromünster und Schenkon ein Blackout, wie die Centralschweizerische Kraftwerke AG mitteilte. Zum Teil dauerte der Stromausfall über mehrere Stunden.

Auch das Mittelland wurde im Laufe der Nacht mit Schnee überzuckert - sehr zur Freude vieler Kinder, die sich bereits auf dem Weg zur Schule die erste Schneeballschlacht des Winters lieferten. Sie fanden auch im Mittelland, wo zwischen 5 und 15 Zentimeter Schnee gefallen war, genug Material für ihre Schneebälle.

Schnee lässt Verkehr stocken

Dass auf den Strassen der Verkehr wegen des Schnees und Eises zäh floss, dürfte an den meisten Kindern glatt vorbeigegangen sein. Denn wie stets bringt der erste Schnee auch die ersten Verkehrsprobleme mit sich.

"Die Strassen sind an sehr vielen Orten schneebedeckt", sagte Alfred Werren von der Verkehrszentrale Viasuisse gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Autobahnen seien zwar geräumt worden, trotzdem seien die Bedingungen schwierig. "Wir haben einiges zu tun." Zu Behinderungen komme es in der ganzen Schweiz. Vor allem in den Bergen war im Laufe des Vormittags weiter mit Behinderungen zu rechnen.

Laut Werren betrug der Zeitverlust durchschnittlich zwischen 10 und 30 Minuten. Es gab auch zahlreiche Unfälle. An solchen Stellen müsse mit noch grösseren Verspätungen gerechnet werden.

Ansturm auf Züge

Ohne grössere Probleme ging dagegen der erste Schneemorgen dieses Winters bei der SBB über die Bühne. Laut SBB-Sprecher Daniel Palecchi gab es höchstens Verspätungen im Minutenbereich. Von den mehreren Tausend Weichenheizungen sei lediglich eine einzige ausgefallen, weshalb der Betrieb nicht erheblich gestört wurde.

Kleinere Verspätungen bei S-Bahnen und Regionalzügen sind laut Palecchi auch darauf zurückzuführen, dass bei Schnee immer 10 bis 15 Prozent mehr Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen als üblich. Dies führe zu längeren Ein- und Aussteigezeiten an den Haltestellen und Bahnhöfen, die sich zu Verspätungen von einigen Minuten summieren könnten.

Kaum Neuschnee im Osten

Kaum Neuschnee fiel in der Nacht im Osten der Schweiz. Im Bündnerland, im Rheintal und teilweise am Bodensee sowie im Urnerland fielen laut MeteoNews nur wenige Zentimeter.

Im Westen hatte es bereits am Donnerstag bis in die Niederungen geschneit. Die weisse Pracht wird laut dem Wetterdienst Meteocentrale nicht lange halten. Über das Wochenende sollen die Temperaturen bis auf 5 Grad steigen, und der Winter wird sich wieder in die Berge zurückziehen.

SDA-ATS