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Die Schweizer Bischofskonferenz und ihr Präsident Bischof Norbert Brunner stellen sich hinter beide Konfliktparteien im zerstrittenen Bistum Chur. Bischof Vitus Huonder und sein Generalvikar Martin Grichting hätten nichts falsch gemacht. Die Kantonalkirchen werden gewürdigt.

"Die bestehenden staatskirchenrechtlichen Organisationen sind Ausdruck des wertvollen Engagements der Gläubigen für die katholische Kirche", teilte die Bischofskonferenz am Donnerstag mit. Sie hielt ihre 291. ordentliche Versammlung von Montag bis Mittwoch im solothurnischen Mariastein ab.

Die Bischofskonferenz wolle die Kirchenstrukturen der Schweiz, also auch die Kantonalkirchen, beibehalten, sagte der oberste Schweizer Katholik, Bischof Brunner, zur Nachrichtenagentur SDA.

Kantonalkirchen sollen optimiert werden

Dennoch habe man zu einem früheren Zeitpunkt eine Kommission beauftragt, das bestehende staatskirchenrechtliche System, die Kantonalkirchen mit ihrer Steuerhoheit, zu prüfen und Verbesserungen vorzuschlagen, sagte Brunner. Unter anderem sollen Experten die Unterscheidung der pastoralen und der administrativen Kompetenzen klären.

Der Churer Bischof Huonder, insbesondere aber sein Generalvikar Grichting, hatten die Kantonalkirchen und ihre Steuerhoheit öffentlich wiederholt in Frage gestellt und damit grosse Empörung im Bistum ausgelöst. Grichting verzichtete wegen des breiten Widerstands gegen seine Haltung schliesslich auf das Amt des Weihbischofs.

"Grichtings Ansichten müssen erlaubt sein"

"Die Ansichten von Generalvikar Grichting sind Denkmöglichkeiten, die in einem Gespräch möglich sein müssen", sagte Bischof Brunner dazu. Wenn das nicht mehr möglich sein sollte, käme das einer Tyrannei gleich.

Auch Huonder erhält Rückendeckung von Brunner: "Ich denke nicht, dass Bischof Huonder etwas falsch gemacht hat in diesem Zusammenhang." Die Bischofskonferenz wählte Huonder denn auch zum neuen Verantwortlichen in der Schweiz für Ämter, Dienste und Ausbildung der römisch-katholischen Kirche.

Im eigenen Bistum ist Huonder wiederholt für seine Ausbildungs- und Personalpolitik kritisiert worden. Vergangene Woche demissionierten sowohl der Leiter des Priesterseminars in Chur, Ernst Fuchs, als auch der Generalvikar für Graubünden, Andreas Rellstab, wegen "schwerwiegender sachlicher Differenzen mit Bischof Huonder."

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SDA-ATS