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Blocher, Baader, Brunner - illustre SVP-Namen für den Ständerat

Alt Bundesrat Christoph Blocher, SVP-Fraktionschef Caspar Baader, Parteipräsident Toni Brunner und Parteivize Jean-François Rime wollen in die kleine Kammer. Sie treten an zum "Sturm auf den Ständerat", weil dieser zu links und zu europhil sei.

Früher sei der Ständerat noch ein bürgerlich geprägtes Bollwerk der Stabilität gewesen, und nun sei er "heimatmüde", monierte Brunner am Donnerstag vor den Medien in Bern. Und weil es an Transparenz beim Abstimmungsverhalten mangle, sei die kleine Kammer zu einer "Dunkelkammer" verkommen.

Um eine Kehrtwende herbeizuführen, steigt die SVP in möglichst allen Kantonen mit einem Ständeratskandidaten in die Eidg. Wahlen. Vor den Medien in Bern gaben am Donnerstag Christoph Blocher (ZH), Caspar Baader (BL), Toni Brunner (SG) und Jean-François Rime (FR) ihre Kandidaturen bekannt.

Blocher will zurück ins Parlament

Damit die Schweiz nicht durch die Hintertüre in die EU geführt werde, brauche es "alle Kräfte im Kampf für die Unabhängigkeit der Schweiz. Junge, Alte, Entscheidfreudige, Besonnene, neue und erfahrene Kräfte", sagte Blocher. In Anbetracht der Aufgaben, die anstünden, sei er bereit, im Kanton Zürich für eine Wahl in den National- und den Ständerat anzutreten.

Während seine Wahlchancen als Ständerat angesichts der harten Konkurrenz unsicher sind, steht einer Wahl in den Nationalrat nichts im Weg. Blocher könnte seine Funktion als Chefstratege der SVP in diesem Fall offiziell in der Fraktion ausüben - und nicht wie bis anhin als graue Eminenz.

Blocher tritt gegen die beiden Bisherigen Verena Diener (glp) und Felix Gutzwiller (FDP) an. Auch CVP-Nationalrat Urs Hany will für den Kanton Zürich in den Ständerat.

Baader möglicherweise Kandidat

"Ich bin bereit - sofern die Kantonalpartei das wünscht - ins Rennen zu steigen", gab auch Fraktionspräsident Caspar Baader bekannt. Sollte er tatsächlich kandidieren, gilt die Kampfansage SP-Ständerat Claude Janiak.

Jean-François Rime tritt im Kanton Freiburg gegen Alain Berset (SP) und CVP-Fraktionschef Urs Schwaller an. Und im Kanton Bern schreitet der jüngst gewählte Adrian Amstutz im Herbst zur Verteidigung seines Sitzes.

Brunner zum zweiten

Parteipräsident Toni Brunner will im Kanton St. Gallen den frei werdenen Ständeratssitz von Erika Forster (FDP) erobern. Sein Wahlkampf wird streng sein: Die CVP tritt mit dem bisherigen Ständerat Eugen David an. Die SP steigt mit dem Nationalrat und Gewerkschafter Paul Rechsteiner ins Rennen. Und auch die Grünen denken über eine Kandidatur nach.

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