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London - Der britische BP-Konzern hat weiter Probleme mit seiner ramponierten Ölquelle im Golf von Mexiko. Die endgültige Versiegelung des Bohrlochs werde sich um mindestens zehn weitere Tage verschieben, sagte der Einsatzleiter der US-Regierung Thad Allen am Mittwoch.
Es müssten zunächst weitere Messungen angestellt werden, um sicher zu gehen, dass die Quelle das Manöver aushält. Bei dem sogenannten "Bottom Kill" sollen Schlamm und Zement mit grossen Druck in die Quelle gepumpt werden. Eigentlich hätte die Operation in dieser Woche beginnen sollen.
Zudem wolle BP erst ein abgebrochenes Rohrstück entfernen, das in die Quelle geraten war. Es werde einige Zeit dauern, das Stück zu finden, sagte Allen. Er kündigte als Zeitfenster für einen Beginn der Versiegelung die zweite Septemberhälfte an. Dann werde es nochmal rund eine Woche dauern, bis das Bohrloch endgültig abgedichtet ist.
Bisher war geplant, die Quelle von tief unter dem Meeresboden mit Schlamm und Zement zu füllen. Dafür wurde seit rund vier Monaten ein kilometerlanger Parallelkanal im Meeresboden gebohrt. Allerdings plane BP nun einen anderen Ansatz, sagte Allen. Dieser sehe vor, zunächst von oben Zement in den Ring um das Steigrohr zu leiten, um es zu fixieren. Erst im zweiten Schritt solle dann von unten Zement nachgefüllt werden.
Eine Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" rund 70 Kilometer vor der US-Küste hatte die Katastrophe am 20. April ausgelöst. Zwei Tage später sank die Bohrinsel. Etwa 660'000 Tonnen Rohöl flossen ins Meer. Mitte Juli gelang es BP-Ingenieure, das Leck provisorisch mit einem Deckel zu schliessen, Anfang August war es dann mit Zement von oben versiegelt worden.

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SDA-ATS