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Er sorgte für die wenigen Schweizer Glanzlichter in dieser Bobsaison, bei Olympia steht Debütant Clemens Bracher aber auf verlorenem Posten. Nach dem 16. Platz bleiben wichtige Fragen offen.

Mit seiner Vorgeschichte war bereits Clemens Brachers Olympiateilnahme ein kleines Wunder. Eben diese Vorgeschichte sorgte aber unter anderem dafür, dass der 31-jährige Emmentaler in Pyeongchang sein Potenzial nicht abrufen konnte. Der angestrebte Diplomplatz lag für Bracher und seinen Anschieber Michael Kuonen nie in Reichweite, am Ende betrug der Rückstand auf die Spitze trotz Steigerung am zweiten Tag fast zwei Sekunden, obwohl wenige klare Fahrfehler des Emmentalers zu sehen waren.

Bracher versuchte nach dem Rennen die Relationen zurechtzurücken. Mit dem Olympiarennen als solchem sei man natürlich enttäuscht: "Wir hätten uns mehr erhofft." Er erinnerte aber daran, wo er hergekommen sei. "Als wir vor vier Jahren das Projekt Bobteam Bracher mit dem klaren Ziel Olympia 2018 starteten, haben uns extrem viele belächelt." Trotz kleinem Budget und wenig Erfahrung hätten sie das durchgezogen und sich die Olympiateilnahme erarbeitet. "So gesehen dürfen wir zufrieden sein." Die Qualifikation ist umso erstaunlicher, als Bracher im Mai 2013 einen Hirnschlag erlitten und nur knapp überlebt hatte. Der Gebäudetechniker betonte denn auch, dass man auf das Erreichte in diesem Jahr - unter anderem der Weltcupsieg in Winterberg und die EM-Silbermedaille in Innsbruck - auch "ein wenig stolz" sein dürfe.

Letztlich scheiterten Bracher und Kuonen auch daran, dass sie erst so spät auf den Olympiazug aufspringen konnten. So verpassten sie das Weltcupfinale vor einem Jahr in Pyeongchang ebenso wie die Trainingswoche im letzten Herbst. Die zehn Trainingsfahrten reichten nicht, um dieses Manko gegenüber der Konkurrenz wettzumachen.

Schliesslich wussten Bracher und sein Anschieber auch am Start nicht mehr richtig zu überzeugen. "Anfang Saison waren wir sicher besser 'zwäg'", stellte Kuonen selbstkritisch fest. Das habe sicher auch damit zu tun, dass man gleich von Beginn weg top sein musste, um die Olympiaqualifikation zu schaffen. "Das Ziel war es dann, bis Olympia nochmals einen Formaufbau zu machen, aber es hat wohl nicht ganz gereicht", erklärte der 26-jährige Oberwalliser.

Zukunft in der Schwebe

Pyeongchang könnte also ein guter "Lehrblätz" für die nächsten Olympischen Spiele sein. So einfach ist dies jedoch aus Sicht von Clemens Bracher nicht. Erst wolle er sich noch auf den Vierer vom Wochenende konzentrieren. Aber er macht jetzt schon klar: "Es gibt extrem viele Punkte, die geklärt werden müssen." Er wisse nicht, wie viele seiner Anschieber das Team verlassen würden. Klar ist, dass Kuonen, der im Vierer das vielversprechendere Team von Rico Peter verstärken wird, ab der nächsten Saison selber als Pilot beginnen will. Zudem würden sämtliche Sponsorenverträge auslaufen.

Für Bracher ist klar, dass man finanziell nochmals einen Schritt nach vorne machen müsse, damit ein Weitermachen Sinn mache. Denn materialmässig war er in Pyeongchang vor allem bei den Kufen benachteiligt. "In dieser Saison fuhren fast alle meist mit breit geschliffenen Kufen. Solche konnte ich mir aber nicht zusätzlich leisten." In Winterberg habe es geschneit und in Innsbruck sei es auch nicht gerade kalt gewesen. Das sei seinen schmalen Kufen entgegengekommen. Für "normale" - sprich kalte - Bedingungen wie in Pyeongchang fehle ihm das richtige Material.

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SDA-ATS