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Fischer auf dem brasilianischen Fluss Xingu, nach dem auch der Nationalpark benannt ist (Archiv)

KEYSTONE/AP/Andre Penner

(sda-ats)

In einem wichtigen Grundsatzurteil hat der Oberste Gerichtshof in Brasilien am Mittwoch den Schutz von drei grossen Gebieten indigener Völker im Amazonasgebiet bestätigt. Der Bundesstaat Mato Grosso scheiterte mit seiner Klage, einen Teil der Gebiete zu beanspruchen.

Das Nachrichtenportal Portal "O Globo" berichtete über das Urteil. Dutzende Indigenas feierten am Gericht das Urteil, das den Schutz ihrer Lebensräume stärkt.

Dabei geht es um den 1961 geschaffenen Nationalpark Xingu und die Reservate Nambikwára und Parecis. Allein das Xingu-Gebiet ist mit 27'000 Quadratkilometern mehr als halb so gross wie die Schweiz.

Durch den Sojaanbau und die Rohstoffausbeutung werden immer mehr indigene Gemeinschaften ihrer natürlichen Lebensräume beraubt. Auch Brasiliens konservative Regierung von Präsident Michel Temer gibt zunehmend ökonomischen Interessen den Vorrang. Die Abholzung hat im Regenwald zudem stark zugenommen. Zuletzt gab es wieder mehr Attacken gegen Indigenas - sie beklagen eine zunehmende Schutzlosigkeit.

Nach Angaben der Organisation Global Witness, gilt Brasilien als gefährlichstes Land in Sachen Landkonflikte, 2016 seien dabei 49 Menschen gestorben. In den entfernten Gegenden ist der Staat oft nicht präsent und es kommt zu illegalen Landnahmen in eigentlich geschützten Zonen, wo Ureinwohner leben.

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SDA-ATS