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Britischer Richter genehmigt Auslieferung von Flash-Crash-Händler

Der mutmasslich für den sogenannten Flash Crash 2010 an der Wall Street verantwortliche Händler kann einem Gerichtsentscheid zufolge an die USA ausgeliefert werden. Ein Amtsgericht in London gab einem entsprechenden Gesuch der USA am Mittwoch statt.

Der Anwalt des Händlers kündigte aber an, in Berufung zu gehen. Der Richterspruch muss noch von der britischen Innenministerin Theresa May bestätigt werden. Die USA werfen dem Händler, der für die US-Börse Chicago Mercantile Exchange (CME) vom Haus seiner Eltern in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow aus arbeitete, vor, den Markt getäuscht zu haben.

Am 6. Mai 2010 soll das zu einem kurzfristigen Kurssturz von mehr als 1000 Punkten im Dow-Jones-Index geführt haben. Dieser löschte fast eine Billion Dollar an Marktwert aus. Der Händler habe dabei einen Gewinn von 40 Millionen Dollar eingestrichen, so die US-Behörden. Ihm werden 22 Straftaten zur Last gelegt. Dafür drohen ihm mehr als 350 Jahre Haft.

Bei einer Anhörung im Februar argumentierte der Verteidiger, sein Mandant habe nur eine geringe Verbindung zu dem Börsenabsturz gehabt. Zudem seien die Anschuldigungen gegen ihn in Grossbritannien keine Straftaten.

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