Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die EU-Kommission setzt bei den längst beschlossenen Zielen zum Energiesparen nicht länger auf Freiwilligkeit. Der Energieverbrauch soll mit bindenden Zielen in den kommenden Jahren deutlich gesenkt werden.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger stellte am Mittwoch in Brüssel einen Gesetzesvorschlag vor, der den EU-Staaten unter anderem aufgibt, pro Jahr drei Prozent der öffentlichen Gebäude wie Schulen oder Ämter unter Energiespargesichtspunkten zu sanieren.

Derzeit liegt diese Rate nach Kommissionsangaben bei 1,5 Prozent. Diese Vorgabe soll zum Beispiel durch den Einbau von Doppelglasfenstern, besseren Heizungen und Dachisolierungen erreicht werden.

Privaten Haushalten und Hauseigentümern würde das Sanieren durch das Gesetz nicht vorgeschrieben, jedoch indirekt erleichtert. Denn das Gesetz schreibt den Energieversorgern vor, beim Verkauf ihrer Energievolumen jährlich 1,5 Prozent einzusparen.

Monatliche Rechnungen sollen Kunden künftig einen besseren Überblick über ihren Strom- und Gasverbrauch geben und sie dazu bringen, das Licht auszuschalten und die Heizung abzudrehen. Die Kommission will Herstellern auch vorschreiben, sparsamere Geräte von der Klimaanlage bis zum Wäschetrockner auf den Markt zu bringen.

Konkrete nationale Einsparziele schreibt Oettinger vorerst nicht vor. Allerdings behält er sich dies für das Jahr 2014 vor.

Grosses Potenzial

In der Gebäudesanierung schlummert laut EU-Kommission eines der grössten Potenziale, um das Ziel einer um 20 Prozent verbesserten Energieeffizienz in Europa bis 2020 zu erreichen.

"Die billigste Energie ist die, die man nicht verbraucht", teilte die EU-Kommission mit. EU-Energiekommissar Oettinger sagte, dieser Schritt werde die Energierechnung sinken lassen und mehr Beschäftigung schaffen.

Damit der Vorschlag Gesetzeskraft erhält, müssen der EU-Ministerrat und das Europaparlament zustimmen. Viele Mitgliedstaaten sind gegen diese Auflagen, so dass der Vorschlag kaum ohne deutliche Abstriche durchkommen dürfte.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS