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Roman Bürki muss in Dortmund nicht nur schwierige Bälle parieren, sondern immer wieder neue Themen einordnen und versuchen, sich vom Eklat um Ousmane Dembélé nicht irritieren zu lassen.

Montag, ein schwüler Sommertag im Dortmunder Vorort Brackel. Kein Luftzug, kein Verkehr, hier ist von der Ruhr-Metropole kaum etwas zu spüren. Der schwarz-gelbe Campus wirkt verlassen, von den BVB-Stars ist nichts zu sehen, nur der Teambus steht da. "Kein öffentliches Training!" Die Ansage der Ordnungskraft sitzt. Der Knirps im Klubtenü dreht enttäuscht ab.

Nach einer Saison mit internen Querelen und dem Bomben-Anschlag auf die Equipe sehnt sich der Verein nach Ruhe und will so oft wie möglich ungestört zur Besinnung kommen. Der deutsche Cupsieger bereitet sich hinter verschlossenen Türen auf den Saisonstart vor. Theater gibt es trotzdem. Ousmane Dembélé stellt sich quer. Der 20-jährige Franzose will einen Transfer zum FC Barcelona erzwingen.

Was der Klub vom Streik des verschollenen Wunderknaben hält, ist seit Tagen bekannt: Dembélé wurde suspendiert. Im "kicker" verteidigt Mitspieler Sokratis die Dortmunder Werte: "Er muss begreifen, dass kein Spieler grösser als die Mannschaft ist." Klubchef Hans-Joachim Watzke legt über diverse Kanäle nach: "Barcelona ist dem Wunsch, Dembélés Transfer zu realisieren, bisher keinen Millimeter näher gekommen."

Auf dem Parkplatz der weitläufigen BVB-Trainingsanlage haben sich ein paar Fotografen und Kamerateams positioniert. Ein exklusives Bild von Dembélé gibt es nicht, dafür eines von Pierre-Emerick Aubameyang, wie er im schwarz-roten Ferrari mit eigenem Namenszug auf den Pneus an ein paar Fans vorbeibraust.

Im Presse-Container sitzt Roman Bürki und macht sich seine eigenen Gedanken zur Entwicklung. Kaum ein Tag sei vergangen, "an dem der BVB nicht in irgendeiner Zeitungsspalte auftauchte. Unsere Präsenz in den Medien war schon extrem", sagt der Dortmunder Stammkeeper zur Nachrichtenagentur sda. Sie hätten sich auf dem Platz trotz des ganzen Wirbels so gut wie möglich auf das Wesentliche konzentriert.

Die Affäre um Dembélé ist für ihn "wieder ein Thema, das alles überschattet". Der Erfolg in der 1. Cup-Runde sei nicht der Rede wert gewesen, so Bürki. "Alle interessierten sich in erster Linie für einen Abwesenden." Aus der Ruhe lässt sich der Berner vom Solo Dembélés nicht bringen: "Ich persönlich finde es nicht gut, aber bin andererseits nun auch schon lange im Geschäft und habe gelernt, damit umzugehen."

Rechnet er noch mit einer einvernehmlichen Lösung in der aktuellen Causa? Bürki legt sich wenige Tage vor dem ohnehin schwierigen Auftakt in Wolfsburg nicht fest: "Man muss in diesem Fall mit allem rechnen." Und vor allem mit weiterer Unruhe.

Für den Schweizer Nationalspieler ist die Entwicklung an der internationalen Transferbörse zwar kaum mehr zu erfassen, aber auch nicht völlig überraschend: "Solange keine Grenzen gesetzt werden bei den Ablösesummen, muss man offensichtlich damit leben."

Der Neymar-Deal sei für ihn schon fast surreal: "Ich glaubte immer, die 100-Millionen-Marke bei Cristiano Ronaldo und Gareth Bale sei das obere Limit. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass irgendein Klub bereit sein würde, eine noch höhere Summe für einen einzelnen Spieler auszugeben."

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SDA-ATS