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Bund und Kantone legen bildungspolitische Ziele fest

Bund und Kantone wollen die Zahl der Jugendlichen erhöhen, die nach der obligatorischen Schulzeit eine weiterführend Schule oder eine Berufslehre absolvieren. Dies steht in den bildungspolitischen Zielen, die sie gemeinsam festgelegt haben.

Es sei das erste Mal, dass Bund und Kantone gemeinsam Ziele für das Schweizer Bildungssystem vereinbart hätten, sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann am Montag vor den Medien in Bern. Dies sei "Ausdruck eines neuen Geistes".

Basis bildet der Verfassungsartikel zur Bildung, dem das Stimmvolk 2006 zugestimmt hat: Dieser verpflichtet Bund und Kantone zur Zusammenarbeit. In der "Erklärung 2011" setzen sie sich nun Ziele für die kommenden Jahre.

Harmonisierung der Schulsysteme

Erstes Ziel ist die Harmonisierung der kantonalen Schulsysteme, die bereits in Gang ist. Die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) will 2015 Bilanz ziehen. In der Pflicht stünden alle Kantone, auch diejenigen, welche das HarmoS-Konkordat abgelehnt hätten, sagte EDK-Präsidentin Isabelle Chassot. Sie müssten aufzeigen, wie sie der Verfassungspflicht nachkämen.

Zweites Ziel ist die Erhöhung der Abschluss-Quote: Künftig sollen 95 Prozent aller 25-Jährigen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen, also eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule absolviert haben. Heute liegt die Quote bei 90 Prozent. Bei in der Schweiz geborenen Jugendlichen ist das 95-Prozent-Ziel indes schon heute erreicht.

Handlungsbedarf bestehe also vor allem bei Jugendlichen, die das Schulsystem nicht vollständig in der Schweiz durchlaufen hätten, sagte Chassot. Es gehe dabei nicht nur um den für manche Jugendliche schwierigen Einstieg in die Sekundarstufe II, sondern auch um den Abschluss.

Maturanden im Visier

Im Visier haben Bund und Kantone aber auch die Maturandinnen und Maturanden. Der letzte Bildungsbericht hatte gezeigt, dass manche von ihnen nicht fähig sind, ein Hochschuldstudium aufzunehmen. Dies soll sich ändern. Bund und Kantone haben sich zum Ziel gesetzt, die Studierfähigkeit der Maturanden zu verbessern und damit den prüfungsfreien Zugang zur Universität sicherzustellen.

Weiter wollen sie die Attraktivität von Hochschul-Karrieren für junge Forschende steigern und dafür sorgen, dass Abschlüsse der höheren Berufsbildung international vergleichbar sind.

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