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Um möglichst rasch betrunken zu sein, kann man offenbar auf ausgefallene Ideen kommen. So wird beim "Eyeballing" Wodka direkt ins Auge geschüttet. Auch die Aufnahme von Alkohol über Tampons ist eine Möglichkeit. Nun warnt der Bund vor diesen Methoden.

Es ist zu vermuten, dass solche Trends auch in die Schweiz überschwappen werden, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung in der Aprilausgabe ihres Magazins schreibt. Noch seien die ausgefallenen - und sehr gefährlichen - Konsumationsarten von Alkohol allerdings wenig verbreitet.

"Auch in Europa handelt es sich nicht um Massenphänomene", sagte Nicolas Rion, Sprecher der Alkoholverwaltung, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die weitere Entwicklung müsse aber beobachtet werden.

Beim "Eyeballing" (engl. Eyeball = Augapfel) wird hochprozentiger Alkohol, zum Beispiel Wodka, direkt ins Auge geleert. Die Annahme, dass man sich auf diese Weise schneller betrinken kann, ist aber gemäss der Alkoholverwaltung falsch. So seien die Mengen Alkohol, die übers Auge aufgenommen werden können, zu gering.

Gesundheit gefährdet

Umso beträchtlicher sind hingegen die möglichen Folgeschäden: Der Alkohol brennt sich regelrecht durch die Netzhaut und kann im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. "Eyeballing" wird derzeit vor allem an britischen Universitäten praktiziert. In den USA sollen Barkeeper ihre Kundschaft damit beeindruckt haben.

Im Gegensatz zum "Eyeballing" entfaltet die Aufnahme von Alkohol über Tampons eine rasche Wirkung. Bei dieser Methode werden Tampons in hochprozentigen Spirituosen getunkt und vaginal oder rektal eingeführt. Das ist gefährlich, nicht nur wegen des schnell eintretenden Rausches. Der Alkohol kann die Schleimhäute in der Vagina und dem After beschädigen und so Infektionen begünstigen.

Diese Methode helfe im Übrigen nicht, Alkoholgeruch im Atem zu verhindern, hält die Alkoholverwaltung fest. Der Alkohol gelange über das Blut auch in die Lunge und so in den Atem.

"Oxy-Shots" auf Mallorca

Auf den Partys der spanischen Ferieninsel Mallorca lag im vergangenen Jahr der "Oxy-Shot" (= Sauerstoff-Schuss) im Trend. Dabei wird mit Sauerstoff vermischter Tequila inhaliert.

Gefährlich an den "Oxy-Shots" ist insbesondere, dass der zerstäubte Alkohol direkt in die Lunge gelangt - ohne vorherige Entgiftung durch die Leber. Von der Wirkung her soll ein "Oxy-Shot" gleichviel hergeben wie vier Drinks. Die spanischen Behörden haben die Methode in der Zwischenzeit verboten.

SDA-ATS