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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet nicht damit, dass eine gefährliche radioaktive Wolke die Schweiz erreicht. Es geht aber davon aus, dass in den nächsten Tagen oder Wochen radioaktive Stoffe aus Japan in der Schweiz gemessen werden.

Das BAG misst die Radioaktivität in der Schweiz laufend, rund sechs Mal pro Jahr auch in grösseren Höhen mit Flugzeugen. Wegen der Katastrophe in Japan sind nun ab Mittwoch solche Messflüge geplant, wie das BAG am Dienstag mitteilte. Resultate sind jeweils einen Tag nach den Messungen zu erwarten.

Kleinste Spuren nachweisbar

Am Boden wird die Radioaktivität zum einen mit Sonden gemessen, die im Notfall schnelle Resultate liefern, und zum anderen mit hochempfindlichen Geräten, die Resultate mit etwas Verzögerung liefern, aber dafür kleinste Spuren erfassen.

In der Schweiz stehen an fünf Messstationen solche hochempfindliche Geräte, wie Werner Zeller, Leiter der Abteilung Strahlenschutz im BAG, am Dienstag an einer Medienkonferenz erläuterte.

Altes Cäsium 137

Derzeit werden in der Schweiz Spuren von Cäsium 137 und Jod 131 gemessen, wobei dies laut Zeller nichts mit der Katastrophe in Japan zu tun hat: Das Cäsium 137 ist noch eine Folge der Katastrophe von Tschernobyl, das Jod 131 ist auf medizinische Anwendungen zurückzuführen.

In den nächsten Tagen und Wochen dürften laut Zeller die Folgen der Katastrophe in Japan in der Schweiz indes messbar sein. Mit hohen Werten wie damals nach Tschernobyl rechnen die Behörden aber nach wie vor nicht.

Prognosen schwierig

Die Lage in Japan sei sehr ernst und äusserst gefährlich, sagte Zeller. Im Unterschied zu Tschernobyl sei aber eher mit lokalen Auswirkungen zu rechnen. Zeller räumte allerdings ein, dass es schwierig sei, Prognosen zu erstellen: "Wir wissen nicht, wie viel Radioaktivität in Japan in die Umwelt gelangt."

Lebensmittel aus Japan im Visier

Was die Lebensmittel aus Japan betrifft, sieht das BAG weiterhin keine Gefahr. Es hat aber die Oberzolldirektion mit "schwerpunktmässigen Kontrollen" beauftragt. BAG-Sprecher Daniel Dauwalder bestätigte einen Bericht von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz.

SP will Gesprächsrunde

Die SP will parteiübergreifend über einen geordneten Ausstieg aus der Kernenergie und Alternativen zu AKW sprechen und hat sie zum runden Tisch eingeladen. SVP, CVP und FDP haben noch nicht entschieden, ob sie die Einladung annehmen. Grüne und BDP wollen reden.

Verschiedene Parteien könnten sich nach der Katastrophe in Japan eine Zukunft ohne Atomenergie vorstellen, begründete die SP die Einladung an die Parteien und Bundeshausfraktionen. Die gemeinsame Diskussion sei darum wichtig. Das Gespräch soll nächste oder übernächste Woche stattfinden.

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SDA-ATS