Navigation

Bundesgericht bestätigt Urteil gegen sadomasochistischen Ehemann

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 16:43 publiziert
(Keystone-SDA)

Lausanne - Ein Walliser Ehemann muss definitiv ins Gefängnis, weil er seine Frau zu brutalen sadomasochistischen Praktiken gezwungen hat. Das Bundesgericht hat die Verurteilung des Mannes wegen sexueller Nötigung und versuchter Drohung bestätigt.
Der Mann hatte seine Gattin 2004 mehrfach gezwungen, ihm als Objekt zum Ausleben seiner sadomasochistischen Fantasien zu dienen. Unter anderem traktierte er sie gegen ihren Willen mit Klemmen und einer Peitsche im Intimbereich und praktizierte mit ihr Analverkehr.
Als sie die Gewalttätigkeiten nicht mehr ertrug, rief sie einen Anwalt an. Ihr darob erzürnter Gatte fuchtelte mit einem Messer herum und drohte ihr mit dem Tod. Danach packte er sie an den Haaren und riss sie zu Boden. Schliesslich verliess er mit seinem Jagdgewehr die Wohnung, wobei er weitere Todesdrohungen ausstiess.
Das Walliser Kantonsgericht verurteilte ihn für seine Verfehlungen im vergangenen Januar wegen sexueller Nötigung und versuchter Drohung zu drei Jahren Freiheitsstrafe, wobei es 18 Monate davon unbedingt aussprach. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt und die Beschwerde des Mannes abgewiesen.
Er hatte sich auf den Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" berufen. Das Bundesgericht kommt jedoch wie die Walliser Justiz zum Schluss, dass das Opfer glaubwürdig und widerspruchsfrei ausgesagt hat. Auch eine Psychologin habe eindeutige Zeichen von körperlicher und seelischer Misshandlung festgestellt. (Urteil 6B_193/2010 vom 22.4.2010)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?