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Bundesrätin Doris Leuthard wird neue Bundespräsidentin

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2009 - 08:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Doris Leuthard ist 2010 Bundespräsidentin und die dritte Frau in diesem Amt. Die Vereinigte Bundesversammlung wählte die 46-jährige Volkswirtschaftsministerin und Aargauer CVP-Politikerin turnusgemäss in das hohe Amt.
Von den 183 gültigen Stimmen erhielt Leuthard 158. Das absolute Mehr lag bei 92 und war damit so tief wie selten bei der Besetzung des Bundespräsidiums.
Leuthard übernimmt den Vorsitz der Landesregierung rund dreieinhalb Jahre nach ihrer Wahl in den Bundesrat, als 14. Vertreterin des Kantons Aargau. Vor ihr hatten die Genfer Sozialdemokratinnen Ruth Dreifuss (1999) und Micheline Calmy-Rey (2007) das Amt inne.
Zwei weitere Bundesrätinnen verpassten diese Wahl: Ruth Metzler war 2003 Vizepräsidentin, wurde aber im Dezember 2003 abgewählt und konnte das Präsidium nicht mehr übernehmen. Die Zürcherin Elisabeth Kopp (FDP) war gerade zwölf Tage lang Vizepräsidentin, bevor sie unter Druck aus dem Bundesrat zurücktrat.
Die Reihen im Rat waren am Mittwochmorgen gelichtet: 215 Wahlzettel wurden austeteilt und dann auch in die Urnen geworfen. 16 wurden leer eingelegt.
Leuthard schnitt bei der Wahl besser ab als ihre Vorgängerinnen im Bundespräsidium: Ruth Dreifuss kam zwar ebenfalls auf 158 Stimmen, doch war das absolute Mehr mit 106 Stimmen höher. Micheline Calmy-Rey wurde 2006 mit 147 Stimmen gewählt, bei einem absoluten Mehr von 97.
Doris Leuthard wurde am 14. Juni 2006 als Nachfolgerin von Joseph Deiss in den Bundesrat gewählt. Sie übernahm von ihrem Vorgänger mit dem Amt auch das Volkswirtschaftsdepartement.
Der Aargauer Regierungsrat hat Bundesrätin Doris Leuthard zur Wahl als Bundespräsidentin 2010 gratuliert. Leuthard sei die erste Aargauer Bundesrätin, die dieses Amt bekleide. Die CVP-Politikerin wird am Donnerstag im Aargau empfangen und gefeiert.
Er sei stolz, dass mit Leuthard und Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (SP) zwei Frauen aus dem Kanton Aargau den höchsten politischen Institutionen der Eidgenossenschaft vorstehen würden, teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit.

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