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Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat am Donnerstagmorgen den 81. Automobilsalon in Genf eröffnet. In ihrer Rede plädierte sie für eine ökologische Verkehrspolitik.

"Wir müssen über nachhaltige Mobilität diskutieren", appellierte Calmy-Rey an das Publikum - anwesend waren unter anderen der Genfer Regierungspräsident Mark Muller und die Genfer Bürgermeisterin Sandrine Salerno. Das Auto sei aus dem Leben nicht mehr wegzudenken.

Zwar habe in den vergangenen Jahren der Schienenverkehr wieder zugelegt, "doch das Auto ist und bleibt eines der wichtigsten Verkehrsmittel", sagte Calmy-Rey. Über vier Millionen Fahrzeuge seien in der Schweiz immatrikuliert. "Das ist mehr als ein Auto pro Haushalt", rechnete die SP-Bundesrätin vor.

Menschen streben nach Mobilität

Der Mensch strebt laut Calmy-Rey nach einem Maximum an Mobilität, so wie auch die Wirtschaft ohne Ende wachsen wolle. Dies habe jedoch zu Problemen geführt wie Zersiedelung, Lärm und Umweltverschmutzung. Deshalb bleibe gar nichts anderes übrig, als auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Ein weiteres Problem sieht die Bundespräsidentin im immensen Ressourcenverbrauch der Industriestaaten: "Ein Viertel der Weltbevölkerung verbraucht drei Viertel der Ressourcen." Bleibt dieses Ungleichgewicht bestehen, sind Friede und Wohlstand in westlichen Welt laut Calmy-Rey bedroht.

Die Lösung des Problems sieht die Bundesrätin daher unter anderem in einer auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschaft - und dazu gehört auch eine ökologische Verkehrspolitik. "Alles andere ist zum Scheitern verurteilt", gibt sie sich überzeugt.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist für Calmy-Rey die Entwicklung und die Förderung von umweltfreundlichen Autos. Immer mehr Menschen würden sich für solche Fahrzeuge entscheiden, konstatierte sie.

Interesse an umweltfreundlichen Autos

Nach ihrer Rede begab sich die Bundespräsidentin auf einen mehr als anderthalbstündigen Rundgang durch die Ausstellung. Angetan hatten es ihr vor allem Hybrid- und Elektroautos, welche von vielen traditionellen Autoherstellern präsentiert werden.

Immer wieder blieb Calmy-Rey stehen und liess sich technische Details erklären. Auch für den "Grünen Pavillon", in dem die neusten umweltfreundlichen technischen Errungenschaften vorgestellt werden, nahm sich die Bundesrätin Zeit.

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SDA-ATS