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Der E-Bike-Markt boomt. Wer nicht nur mit der eigenen Beinkraft pedalen will, kauft sich ein Elektrovelo. Fast 50'000 Stück wurden im vergangenen Jahr verkauft. Um nicht von der technischen Entwicklung überholt zu werden, hat der Bundesrat die Vorschriften für E-Bikes angepasst.

Ab dem 1. Mai unterscheidet die entsprechende Verordnung zwischen "Leicht-Motorfahrrädern" und schnelleren "Motorfahrrädern". Ein Leicht-Motorfahrrad darf über eine Motorleistung von maximal 500 Watt statt wie bisher 250 Watt verfügen.

Mit Tretunterstützung darf es nicht mehr als 25 km/h fahren. Ohne Pedalbetätigung - also mit reiner Motorkraft - nicht mehr als 20 km/h. Für ein solches E-Bike - oder eben Leicht-Motorfahrrad - braucht es weder Zulassung noch Kontrollschild.

E-Bikes mit einer Motorleistung von 500 bis 1000 Watt und Höchstgeschwindigkeiten zwischen 25 und 45 km/h resp. 20 und 30 km/h werden den Töffli gleichgesetzt. Für solche E-Bikes braucht es einen Führerausweis und ein Kontrollschild.

Neu müssen diese einen Rückspiegel und eine Mofa-Beleuchtung haben. Zudem dürfen damit auch Kinderanhänger gezogen werden. Bis anhin war dies mit schnellen Elektrovelos verboten.

Elektrovelos, die mit Tretunterstützung schneller als Tempo 45 fahren, gelten als Motorrädern, wie die geänderte Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) festhält.

Helmpflicht ab Sommer

Ab Anfang Juli gilt weiter eine Helmpflicht für Fahrerinnen und Fahrer von schnellen Elektrovelos. Betroffen sind die E-Bikes, die als Motorfahrrad gelten, also eine Motorleistung von 500 bis 1000 Watt haben.

Falls mit einem solchen Elektrovelo ohne Tretunterstützung 20 km/h nicht erreicht aber mit Tretunterstützung 25 km/h überschritten werden, braucht es künftig einen geprüften Velohelm. Falls allein mit dem Motor 20 km/h erreicht werden, braucht es wie heute einen Mofa-Helm. Keine Helmpflicht gibt es nach wie vor für leichte Motorfahrräder.

Boom bei E-Bikes

E-Bikes machen 5,4 Prozent aller rund 2,8 Millionen auf Schweizer Strassen zirkulierenden Fahrräder aus. Im vergangenen Jahr wurden an die 50'000 solchen Motorfahrräder und Leicht-Motorfahrräder verkauft. 2010 waren es erst gut 39'000. Der Gesamtbestand der E-Bike-Modellsparte ist 2011 gemäss Fachstelle für Zweiradfragen auf über 150'000 Einheiten gestiegen.

Mit 125'000 Stück machen die Mountainbikes immer noch den grössten Anteil aller verkauften Velos aus. 2011 wurden zudem rund 116'000 Citybikes und 17'000 Rennvelos verkauft. Beliebt waren auch die Junior-Mountain- und Freestyle-Bikes mit 42'000 verkauften Stück.

SDA-ATS