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Bundesrat will Preisdruck in der Landwirtschaft entgegen wirken

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 13:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Der Bundesrat unterstützt Massnahmen der Landwirtschaft zur Stabilisierung der Märkte. Er hat dafür 28 Millionen Franken bewilligt. Diese Ausgaben werden im Landwirtschaftsbudget kompensiert. Zusätzlich werden 4,5 Millionen aus dem Butterimportfonds freigegeben.
Die weltweite Wirtschaftskrise habe zu einer sinkenden Nachfrage nach Agrarprodukten geführt, was auch in der Schweiz einen Preisdruck ausgelöst und zu überhöhten Lagerbeständen an Milchpulver und Butter geführt habe, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Die randvollen Lager zwängen die Milchbranche jetzt, weitere Entlastungsmassnahmen in der Grössenordnung von 20,5 Millionen zu ergreifen.
Mit der Aufstockung des Kredites für Preisausgleichsmassnahmen für landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte (Schoggigesetz) um 18 Millionen soll erreicht werden, dass die Nahrungsmittelindustrie einheimische Rohstoffe, insbesondere Butter, Milchpulver und Brotgetreide, an Stelle von Importwaren verwendet.
Zudem wird der Kredit für Zucht- und Nutzviehexporte noch einmal um maximal 1,5 Millionen erhöht. Dadurch können zusätzliche Tiere ausgeführt werden, was die Bestände verkleinert und die Märkte für Milch und Fleisch entlastet.
Weil die Getreideproduzenten ebenfalls von sinkenden Weltmarktpreisen betroffen und die Kartoffelproduzenten zudem mit ausserordentlich hohen Ernteerträgen konfrontiert sind, hat der Bundesrat den Direktzahlungsbeitrag für offenes Ackerland um 20 auf 640 Franken pro Hektare erhöht und dafür 6 Millionen bewilligt. Die Kartoffelbranche wird mit einem Beitrag von maximal 2,5 Millionen unterstützt, sofern sie selber mindestens 5 Millionen aufbringt.

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