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Nach Demonstrationen gegen Stromausfälle sind in Burma am Dienstag mehrere Mitglieder der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi festgenommen worden. Die rund zehn Personen wurden nach einem Verhör jedoch wieder freigelassen.

Die Polizei habe die festgenommenen Oppositionspolitiker "gut behandelt" und sie nach der Befragung gleich wieder freigelassen, sagte der NLD-Abgeordnete und Parteisprecher Ohn Kyaing der Nachrichtenagentur AFP.

Am Montagabend (Ortszeit) waren in Mandalay, der zweitgrössten Stadt des Landes, rund 1500 Menschen gegen stundenlange Stromabschaltungen auf die Strasse gegangen. Dort gibt es pro Tag manchmal nur vier Stunden Strom. Die Demonstranten warfen den Behörden vor, zulasten der Bevölkerung Strom nach China zu exportieren.

Bereits am Sonntag hatten sich rund 1000 Menschen an einer Protestkundgebung beteiligt. Es waren die grössten Demonstrationen seit den Massenprotesten unter der Führung buddhistischer Mönche im September 2007 in Rangun.

Suu Kyi besucht Genf

Suu Kyi macht bei ihrer ersten Auslandsreise seit 24 Jahren Halt in Genf. Die Oppositionsführerin werde am 14. Juni an der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf eine Rede halten, kündigte der Generalsekretär der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, am Dienstag an.

"Das wird ihre erste Rede im Ausland sein", sagte Somavia. Die Internationale Arbeitskonferenz in Genf findet vom 30. Mai bis zum 15. Juni statt. Suu Kyi Burmas werde sich am 14. Juni an die Teilnehmer wenden, sagte der ILO-Generalsekretär.

Einen Tag später, am 16. Juni, reist Suu Kyi nach Oslo. Dort wird die Politikerin zwei Jahrzehnte nach ihrer Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis ihre Dankesrede halten. Sie war 1991 mit dem Preis geehrt worden.

Die Tochter des ermordeten Unabhängigkeitskämpfers General Aung San verbrachte seit 1990 die meiste Zeit in Haft oder unter politischem Hausarrest. Suu Kyis Lage änderte sich erst mit dem vom neuen Staatschef Thein Sein eingeleiteten Reformprozess. Am 8. Mai erhielt die Oppositionschefin ihren ersten Reisepass seit 20 Jahren.

SDA-ATS