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Eine F/A-18 des Luftpolizeidienstes bei einer Übung. Während man in Frankreich gespannt darauf wartete, wer es bei der Präsidentenwahl in die Stichwahl schafft, galt es für eine F/A-18-Besatzung plötzlich ernst wegen eines abgebrochenen Funkkontakts. Am Ende war alles aber harmlos. (Archiv)

Keystone/DOMINIC FAVRE

(sda-ats)

Ein Businessjet ohne Funkverbindung hat am Sonntag einen Einsatz der Schweizer Luftwaffe ausgelöst. Das Flugzeug war von Beirut nach Paris unterwegs gewesen. Wegen der Präsidentschaftswahlen in Frankreich war die Luftwaffe besonders wachsam.

Der Alarm erreichte die Luftwaffe um 10.20 Uhr am Sonntagmorgen. Die italienische Luftwaffe informierte diese, im Luftraum Südtirol befinde sich ein Businessjet ohne Funkverbindung.

Darauf löste die Einsatzzentrale Luftverteidigung eine "Hot Mission" aus, um den Sachverhalt in der Luft zu klären, wie es in einer Mitteilung des Verteidigungsdepartements (VBS) vom Montag heisst. Elf Minuten danach sei in Payerne ein Kampfjet des Typs F/A-18 des Luftpolizeidienstes aufgestiegen.

In der Zwischenzeit versuchten die Schweizer zudem, den Businessjet via die internationale Notfrequenz zu kontaktieren. Doch da mehrere Versuche fehlschlugen, informierte die Einsatzzentrale auch die französische und die deutsche Luftwaffe.

Schliesslich sei es der Flugsicherung in Zürich gelungen, den Funkkontakt zum Flugzeug wieder herzustellen. Aufgrund der sicherheitspolitischen Lage habe die Einsatzleitung aber entschieden, den Einsatz weiterzuführen.

Die F/A-18 hatte den Businessjet laut VBS um 10.38 Uhr über der Innerschweiz gesichtet und diesen bis zur Schweizer Grenze begleitet. Da sich der Zwischenfall bereits über der Schweiz geklärt hatte, verzichtete die französische Luftwaffe dagegen, eigene Massnahmen wegen des Businessjets zu ergreifen. Dieser konnte seinen Flug fortsetzten.

SDA-ATS

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