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Genf - Bundespräsidentin und Aussenministern Micheline Calmy-Rey will den Platz Genf als Zentrum der Weltpolitik stärken. Angesichts der Konkurrenz anderer Städte ist die Schweiz bereit, weitere mehrere hundert Millionen Franken zu investieren.
Das internationale Genf sei ein wichtiges Instrument der Schweizer Aussenpolitik und ein Vorteil im Umfeld steigender Anforderungen und wachsender Konkurrenz, sagte Calmy-Rey am Freitag im Club suisse de la presse in Genf vor Journalisten.
Gebäude in schlechtem ZustandEs gebe derzeit mehrere Herausforderungen, unterstrich sie. In Asien und im Nahen Osten belebe sich der Wettbewerb, durch Städte und auch durch neue Akteure. Ausserdem müssten Gebäude in schlechtem Zustand unterhalten werden.
"Wir müssen Mittel finden, um Genf als Zentrum der globalen Steuerung zu stärken", sagte die Aussenministerin. Dafür brauche es strategische Überlegungen. Das Mandat der Immobilienstiftung für die internationalen Organisationen (FIPOI) soll erweitert werden, um Renovationen mit Darlehen des Bundes vornehmen zu können.
Die Schweiz wolle nicht an Stelle der internationalen Organisationen die Verantwortung für langfristige Bauarbeiten übernehmen, stellte Calmy-Rey klar. "Aber die Schweiz hat ein Interesse daran, dass die Infrastrukturen in gutem Zustand sind."
Mehr Vertretungen erwünschtEine finanzielle Beteiligung der Eidgenossenschaft sei an ein Engagement der internationalen Organisationen geknüpft - etwa einen regelmässig gespeisten Renovationsfonds und die Verpflichtung, die Darlehen rechtzeitig zurückzuzahlen.
Die Schweiz möchte zudem, dass mehr Staaten eine Vertretung in der Rhonestadt eröffnen, nämlich wie in New York alle 191 Staaten. In Genf haben derzeit 165 Regierungen eine Vertretung. Weiter will die Schweiz Partnerschaften aufbauen, vor allem über eine stärkere Zusammenarbeit mit logistischen Hubs in den Golfstaaten.

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SDA-ATS